Die Top 3 Beziehungskiller – Und wie du sie vermeidest

Beziehungskiller müssen deine Partnerschaft nicht ruinieren. Wenn du genau hinschaust und etwas dagegen tust, wirst du es schaffen, langfristig glücklich zu sein. Und keine Sorge, es ist völlig normal, nicht jeden Tag glücklich zu sein und an der Beziehung zu zweifeln. Das gehört dazu.

Was kannst du tun, um deine Beziehung NICHT gegen die Wand zu fahren?

Beziehungs-Killer

Das erfährst du in den nächsten Minuten hier in diesem Beitrag. Lerne meine Top-3-Beziehungskiller kennen. Wenn du sie vermeidest, gibt es das sehsüchtig erwartete „Happy End“ für dich und deine Beziehung.

An meinem Hochzeitstag war mir schlecht, weil ich Angst hatte, den größten Fehler meines Lebens zu begehen. Die Scheidungszahlen waren mir bewusst und meine beste Freundin und Trauzeugin hat mir riesigen Ärger angedroht, wenn ich diese Ehe vermassle. 

An dem Tag habe ich mir geschworen, alles zu tun, was in meiner Macht steht, um es NICHT zu vermasseln.

Beziehungs-Glückskind

So wie Paris Hilton mit dem goldenen Löffel im Mund, wurde ich mit riesiger Liebe im Herzen geboren. Mein ganzes Leben hatte ich ausschließlich liebevolle und erfüllte Beziehungen (auch wenn die ein oder andere höchst anspruchsvoll war).

Mein Papa ist ein toller Mann und mein großer Bruder hat mich auf Händen getragen, so dass mein Männer-Vorbild bereits in meiner Kindheit positiv geprägt wurde.

Meine erste große Liebe mit 14 war wundervoll, meine zweite große Liebe mit 15 anspruchsvoll und leidenschaftlich. Mit 20 hatte ich bereits eine Menge Erfahrungen gesammelt.

Danach hab ich es richtig krachen lassen und war kein Kind von Traurigkeit. Ich hab mich oft verliebt, bin genauso oft enttäuscht worden, habe viel ausprobiert und nie den Mut verloren.

Herausforderung Ehe/Langzeitbeziehung

Mehr als 13 Jahre liegt mein Hochzeitstag nun zurück. Wir haben schnell Kinder bekommen, eine dicke Sex-Krise, eine Arbeitslosigkeit und eine Fremdliebe gemeistert.

Es gab einen Punkt in unserer Ehe, wo nicht klar war, ob wir es schaffen. Am Höhepunkt unserer Sexkrise saßen wir mitten in der Nacht an der Bettkante, waren frustriert und verzweifelt. Rückblickend war das ein großer Segen für unsere Beziehung, auch wenn das damals nicht witzig war.

Durch meine persönlichen Erfahrungen habe ich mich als Coach auf die Langzeitbeziehung und auf die Themen Fremdverliebt und Fremdgehen spezialisiert.

Eine frische Beziehung mit Gehirnvergiftung und rosa Brille ist langweilig. Das kann fast jeder.“

Richtig spannend wird es erst, wenn die erste Verliebtheitsphase vorbei ist und die rosa Brille in der Tonne landet. Damit sind wir auch schon beim Nr. 1 Beziehungskiller angelangt. (Die Podcast-Folge dazu findest du HIER.)

Beziehungskiller Nr. 1: HAPPY END

„Bitte? Was soll das jetzt? Happy End ist doch kein Beziehungs-Killer, sondern das Ziel einer Liebe und weiter oben versprichst du sogar, mir den Weg zum Happy End zu weisen. Hast du noch alle Latten am Zaun?“

Sei ehrlich. Das hast du grade gedacht, oder?

Wir alle sind Hollywood und Disney verseucht. Frauen schleppen ihre Männer in Kinofilme wie Pretty Woman oder Schlaflos in Seatlle (du merkst, ich bin schon etwas älter) und schauen sich jedes Jahr an Weihnachten 3 Nüsse für Aschenbrödel an (nein, sooo alt bin ich noch nicht).

Pretty Woman

Wir sehnen uns so sehr nach dem Happy End und dem Prinz auf dem weißen Gaul, der uns rettet, dass wir unser klares Denken verlieren. Singles glauben, wenn sie endlich die/den Richtige/n gefunden haben, spielen für immer die Geigen. ACHTUNG! Das ist eine unterbewusste Struktur, die du so schnell nicht mehr los wirst.

Edward überwindet seine Höhenangst, um Vivian über die Feuerleiter rasch gekaufte Blumen zu überreichen. Sie sinkt schmachtend in seine Arme und alles ist gut… Pretty Woman, walking down the Street, Pretty Woman…

Happy End?

Und wenn sie nicht gestorben sind… Ja, genau! Das ist ein Märchen. Denn jetzt geht es erst so richtig los.

Stell dir vor… Edward fällt zeitweise in sein altes Arschloch-Muster zurück, zieht ein dickes Projekt an Land und hat kaum Zeit, sich um Vivian zu kümmern.

Sie hockt daheim, frustriert, weil sie wegen den Kindern ihre Ausbildung wieder nicht zu Ende gemacht hat. Ihr Sexleben ist eingeschlafen und Edward vergnügt sich vielleicht schon mit der nächsten Prostituierten…

Und dann kam das Leben dazwischen

Sehr viel wahrscheinlicher als das Happy End ist eine dicke, fette Ehekrise. Das Leben will sich ausdehnen, erweitern und uns voran bringen. Beziehungs-Killer = Stillstand + Liebe einfrieren.

Menschen entwickeln sich aus zwei Gründen: sie haben große Ziele oder große Schmerzen. Die Ziele scheiden leider meist aus. Besonders Beziehungsziele hat kaum jemand ernsthaft festgelegt.

Heirat, Auto, Kinder, größeres Auto, Hausbau, Ballett, Privatschule, Hund, – das sind die Ziele, die viele Paare haben. Darüber hinaus – Fehlanzeige.

  • Weißt du, wie du in 1, 2, 5 und 10 Jahren deine Beziehung leben möchtest?
  • Wie du dich fühlen willst? Welche gemeinsamen und getrennten Ziele ihr verfolgt?
  • Wo du wohnen willst, wohin du reisen willst? Was passiert, wenn die Kinder aus dem Haus sind?
  • Welche Aktivitäten du mit und ohne deinen Partner machen willst?
  • Wie stellst du dir dein Sexleben vor? Was, wenn euch langweilig wird?
  • Was passiert, wenn einer von euch fremdgeht?

Die wenigsten Paare sprechen darüber. Viele kommen nach einigen Jahren über den Orga-Talk nicht mehr hinaus. Eine Beziehung ist kein romantisches Ruhekissen, sondern ein Katalysator für Weiterentwicklung. Und in den meisten Fällen passiert das über eine Krise. Falls du grade mitten in einer steckst – sag danke zum Universum ;-).

Was passiert nach dem Happy End?

Hast du dir schon mal überlegt, was nach dem Happy End passiert? Allein der Name sagt schon, dass das völliger Blödsinn ist, wenn es um Beziehung geht.

„Ein Film kann mit einem Happy End enden, aber keine Beziehung!“

Was ist denn zu Ende? Die lästige Suche nach dem/der Richtigen? Nach einer Weile sind sich viele gar nicht mehr so sicher, dass ihr Partner wirklich so optimal gewählt war, zweifeln, trennen sich und sind wieder auf der Suche.

Wenn es ein Happy End gäbe, lässt du dich danach begraben? Ende bedeutet Ende. Erst wenn wir tot sind, gibt das Leben Ruhe und wir können uns entspannen (vielleicht, das weiß ja niemand so genau).

Mach mich glücklich!

Mach mich glücklich
Mach mich glücklich! von Boris Grundl – lesenswert!

Ein blöder Nebeneffekt vom Beziehungs-Killer Hollywood-Happy-End-Traum“ ist die „Mach-mich-glücklich-Erwartung“. Wenn endlich der Traumprinz oder die Prinzessin gefunden und eingesackt wurde, muss sich die ganze Anstrengung lohnen. Ab sofort ist der/die Andere dafür zuständig dich glücklich zu machen.

Der Schuss geht nach hinten los. Niemand kann 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr dafür sorgen, dass du dich gut fühlst. Je unglücklicher du bist, desto größer ist die Hoffnung (oder Erwartung), dass dein Partner genau das tut, was du willst.

Blumen schenken, im Haushalt mithelfen, auf Sex verzichten und trotzdem treu sein. Tut er das nicht, bist du frustriert und suchst dir über kurz oder lang jemand anders, der besser zu dir passt und mehr auf deine Bedürfnisse eingeht.

Zwei Bettler greifen sich gegenseitig in die Tasche…

Das Problem ist, dass dein Partner genauso unglücklich ist wie du. Er oder Sie hat ebenfalls Träume aufgegeben und sich selbst verraten und wünscht sich nun, das du genau das tust, was er/sie will. Regelmäßig Sex, ein gepflegter Haushalt, für die Kinder da sein und trotzdem dazu verdienen.

Wenn nix drin ist, kannst du auch nix rausholen. Und umgekehrt!

Sorge dafür, dass es dir gut geht und du happy bist (ohne Ende ;-)). Dann hast du deinem Partner viel zu geben und euer Zusammensein wird wirklich witzig. Wenn zwei Reiche sich gegenseitig in die Tasche greifen, ist jede Menge rauszuholen.

Trenn dich vom Beziehungskiller Happy End!

Erst wenn du dich vom Happy End Gedanken verabschiedest, kannst du dauerhaft glücklich werden. Wenn dir klar ist, dass deine Beziehung im ständigen Wandel ist, kannst du dich darauf einstellen und entsprechend handeln.

Schreib dir deine Beziehungsziele auf, bespreche sie mit deinem Partner(!) und wiederhole das Ganze in 6 Monaten. Dann wirst du sehen, dass sich ein paar Ziele bereits erfüllt haben, ein paar neue dazu gekommen sind und andere sich verändert haben. Kein Ende in Sicht. Zum Glück!

Trenn dich vom Happy End, aber nicht von deinem Partner!

Beziehungskiller Nr. 2: SEX

Beziehungskiller Sex„So kann es nicht weitergehen!“ Wütend mit einem Hauch von Verzweiflung setzt er sich an die Bettkante. Verheult, mega verzweifelt und völlig ratlos sitze ich auf der anderen Seite. Wir schaffen es nicht, uns anzusehen.

„Scheiß Sex!“, poltert es trotzig aus mir heraus. „Scheiß Kein-Sex!“, hält mein Mann dagegen. Düstere Wolken ziehen über unsere Köpfe, die Stimmung wird noch eisiger und dieser blöde Sex macht unsere Beziehung kaputt.

Dabei war es gerade der Sex, der uns zusammen gebracht hat. Andi wollte damals keine Beziehung, doch er hat es nicht geschafft, mich wieder los zu lassen.

Unser sensationeller Sex hatte daran die größten Anteile. Ich war immer schon eine leidenschaftliche Frau und habe die körperliche Liebe mit jeder Faser meines Körpers ausgekostet. Wo bitte war das hin verschwunden?

Der Klassiker – Er will, sie nicht

„Kein Sex! Hallo? Du tust ja grade so, als hätten wir gar keinen Sex mehr! Andere wären froh, wenn sie unser Liebesleben hätten.“ 

„Andere vielleicht. Ich nicht! Mir ist das zuwenig. Von zweimal am Tag auf höchstens einmal pro Woche – das kann es wohl nicht sein.“ 

„Finde dich damit ab. Das wird nie wieder so wie früher. Zweimal am Tag Sex – um Gottes Willen! Was soll ich denn noch alles machen?“

Alltag frisst Leidenschaft

„Haushalt, Kinder, Job – ich hab genug zu tun. Ich bin hundemüde am Abend und kann mich absolut nicht mehr aufraffen, dem gnädigen Herrn auch noch Befriedigung zu verschaffen. Soll er sich’s halt selber machen. Ist ja wohl nicht mein Problem!“, denke ich wütend. „Wir streiten mitten in der Nacht über so einen Mist und ich muss morgen wieder früh raus!“

Ich will mich rechtfertigen. Vor mir selbst und vor ihm. Ich hab ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, wie oft er versucht, mich zum Sex zu überreden und ich mich schlafend stelle, ihn abweise und NEIN sage.

In meinen Gedanken muss ich eine Ausrede finden, warum ich nicht öfter will. Kinder und Alltag sind dafür perfekt. In Wahrheit habe ich keine Ahnung, wo meine Lust geblieben ist.

Dieser Scheiß Sex!

Wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Selten aus dem Mund eines Mannes, sehr oft aus dem Mund einer Frau. Der blöde Sex ist schuld, dass die Männer frustriert sind und nachts Streit anfangen.

„Wenn der Mist mit dem Sex nicht wäre, wären wir ein Traumpaar in einer Traumbeziehung.“ Auch diesen Satz höre ich oft. Bei uns war es wirklich so. Wir haben perfekt funktioniert, uns abgöttisch geliebt, mit den Kindern waren wir uns einig und wir haben in allen Bereichen an einem Strang gezogen.

Harmonie tötet Lust

Eine Leserin hat mir die Frage gestellt: „Kann es sein, dass ich meinen Partner innig liebe, aber keinen Sex mit ihm will?“

Ja. Das kann sein. Liebe und Begehren sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel. Den Partner zu lieben heißt nicht automatisch, Lust zu haben. Meine Kollegin Riccarda Larcher hat in einem großartigen Artikel geschrieben: „Liebe ist SEIN, Begehren ist HABEN WOLLEN

Je mehr wir mit unserem Partner zu einer Einheit verschmelzen, Kompromisse bis zur Unkenntlichkeit eingehen und Streit erst gar nicht entstehen lassen, haben wir Harmonie, aber keine Geilheit. Der Beziehungs-Killer Happy End hat voll zugeschlagen.

Manche Betrogene berichten mir, dass sie den Sex ihres Lebens hatten, nachdem eine Affäre aufgeflogen ist. Warum wohl? 

Gebraucht werden und Fürsorge killen die Lust

Lust entsteht aus dem Unbekannten, der Unsicherheit und aus unseren dunklen Seiten. Doch diese verdrängen wir in die hintersten Katakomben unserer Seele und sperren sie weg.

Eine Mama, die immer funktioniert, den Haushalt schmeißt, Elternabende besucht, bei den Hausaufgaben hilft, arbeiten geht und stets die Erwartungen ihres Umfeldes erfüllt, will am Abend nicht mehr gevögelt werden.

Sie kann den Anzug der Fürsorge nicht einfach gegen ein verruchtes Kostüm aus Lack und Leder tauschen.

Der Todesmix für die Lust: Unbewusster Groll

Unbewusster Groll auf den Partner, unausgesprochene Wünsche und Bedürfnisse, sowie aufgegebene Träume vermischen sich zu einem hochgiftigen Cocktail. Täglich in kleinen Dosen konsumiert, ermordet er langsam aber sicher dein Liebesleben.

Lange Zeit habe ich meinem Mann UNBEWUSST! die Schuld dafür gegeben, dass ich mein freies Leben gegen eine Familie getauscht habe. ER war schuld, dass ich nicht mehr tun konnte, was ich wollte, wann ich wollte. Da war eine Mange unbewusster Groll, der immer mal wieder kurz aufgeblitzt ist, wenn mir die Kinder meine letzten Nerven gekostet haben.

Unausgesprochene Wünsche

Mühsam musste ich durch unsere Sexkrise lernen, meine Wünsche zeitnah auszusprechen und Bedürfnisse einzufordern. Viele Jahre habe ich mich nicht getraut zu sagen, was ich wirklich will (schon gar nicht im Bett!). Ich war rücksichtsvoll und fürsorglich. Ärger habe ich runtergeschluckt und nur an den Kindern ausgelassen.

Party machen, flirten, alleine verreisen, tanzen, neue Menschen kennen lernen, angemacht werden – all das lässt mich aufblühen, mich begehrt und lebendig fühlen. Es ist keine gute Idee, wenn ich zu lange nur zu Hause bin. Jetzt sage ich, was ich will und was ich brauche und gehe regelmäßig aus. Allein dafür war die Krise Gold wert!

Aufgegebene Träume und Hobbies

Bevor ich meinen Mann kennen gelernt habe, war ich Weltmeisterin im Boogie-Woogie Formationstanz. Aus Liebe habe ich mein Zeit fressendes Hobby aufgegeben. Mit kleinen Kindern wäre das sowieso nicht mehr machbar gewesen.

BauchtanzJahre lang war ich nicht tanzen. Durch die Sex-Krise habe ich mich zu einem Bauchtanzkurs angemeldet. Innerhalb eines Jahres war ich (Rampensau) endlich wieder auf einer Bühne!

Ich habe ein paar Pfund abgenommen, mich erotisch und schön gefühlt und meinen Körper wieder zurück erobert (meine Kinder waren längst abgestillt und konnten laufen – es wurde auch mal Zeit!)

Wenn ich jetzt ab und zu Boogie tanzen gehe, tanke ich für Wochen auf! Von einem guten Tänzer geführt und angeflirtet zu werden, nährt meine erotische Persönlichkeit. Was nährt deine?

Sex ist kein Beziehungskiller

Du ahnst es vielleicht schon. Es ist niemals der Scheiß Sex! Sex killt deine Beziehung nicht. Das sind eine Menge anderer Ursachen, die hinter der Sex-Krise stecken. Doch Sex ist als Symptom unschlagbar!

Menschen entwickeln sich aus zwei Gründen: große Ziele oder große Schmerzen.

„Chronisch untervögelt zu sein ist für viele ein Motiv, etwas zu verändern und etwas zu tun!“

Erfolg hat 3 Buchstaben: TUN – Das gilt auch für Sex!

Für guten Sex darfst du eine Menge tun. Die größte Challenge ist dabei, zwei völlig gegensätzliche menschliche Grundbedürfnisse zu vereinen.

Wir wollen Nähe, Sicherheit, Liebe, Zuverlässigkeit, Verbindlichkeit, Vorhersagbarkeit – eben ein Zuhause, wo wir uns fallen lassen können und auch im Jogginganzug rumlungern können. Das erzeugt Geborgenheit (und Langeweile).

Auf der anderen Seite sehnen wir uns nach Distanz und Abenteuer, nach dem Unbekannten und Geheimnisvollen, nach Überraschung und dem Ungewissen. Das erzeugt Begehren. 

Wie soll das denn gehen?

Wir müssen Risiken eingehen, um auf Dauer Lust zu haben. Dafür brauchst du Entschlossenheit und Mut!

  • Lese Bücher zum Thema! Es gibt eine Menge davon.
  • Finde heraus, was deine erotische Persönlichkeit nährt.
  • Sorge für ein gutes Körpergefühl und sorge dafür, dich sexy zu fühlen.
  • Hör auf, deinem Partner alles Recht zu machen. Hab den Mut zu streiten und anzuecken.
  • Wie wird dein Kopfkino angekurbelt? Welche Fantasien erregen dich? Wenn da nix ist, geht los und finde es raus.
  • Flirte was das Zeug hält. Teste deinen Marktwert und hole dir das Gefühl begehrt zu werden von jemand Neuem (dafür musst du nicht fremdgehen).
  • Probiere in deiner Ehe was Neues: Sextoys, Gleitmittel, erotische Bücher oder Filme (ja Pornos), Rollenspiele, Dessous, Fetisch-Party, Tantra-Seminar, ein besonderes Date mit deinem Partner in Klamotten, die ihr sonst nicht tragen würdet – es muss etwas sein, was ihr euch bisher nicht getraut habt.
  • Macht getrennt Urlaub. Gebt euch die Chance, euch auch mal zu vermissen.
  • Welche Träume habt ihr aufgegeben? Aktiviere sie wieder!
  • Überlege, ob du auf deinen Partner wegen irgendwas (unbewusst) sauer bist. Wenn du nichts findest, wäre ein wingwave Coaching, Kinesiologie oder Hypnose eine gute Idee, um es herauszufinden.
  • Sprich mit deinem Partner über deine Wünsche, Träume und Bedürfnisse. Mein Hörbuch „Oh nein! Schon wieder Sex!“ ist eine toller Einstieg für ein Gespräch darüber.

Eine Sex-Krise ist völlig normal

Eine Sex-Krise ist vom Leben gewollt, denn sie bedeutet Weiterentwicklung. Deine Beziehung will auf ein nächstes Level, egal wo ihr gerade steht. Es ist nur eine weitere Möglichkeit zum Durchbruch.

Es ist normal, dass sich das Verlangen in einer Langzeitbeziehung unterschiedlich entwickelt und gerade Frauen langweilen sich in der Monogamie wesentlich schneller, als Männer (was erklärt, warum es häufiger die Frau ist, die keine Lust auf Sex hat).

Zum Beziehungskiller Sex gibt es eine eigene Podcast-Episode. >> HIER ENTLANG

Beziehungskiller Nr. 3: TREUE

Beziehungskiller TreueQuer durch den Raum treffen sich unsere Blicke und halten gefühlt einen Augenblick zu lange aneinander fest. Ein wohliger Schauer läuft mir über den Rücken. Seine Augen sind toll und sein Lächeln umwerfend.

Wenn ich neben ihm sitze, kann ich ihn fühlen und riechen und ich mag sehr, was meine Sinne wahr nehmen. Ich schaue heimlich auf seine Hände und stelle mir vor, wie sie langsam und zart meinen Körper erkunden.

Mir gefällt seine Haut und sein Körper, die kurz rasierten Haare im Nacken machen mich an. Sein Charme, seine Intelligenz und sein Können begeistern mich über das Körperliche hinaus zusätzlich. Ich ziehe sein Hemd aus, beiße ihm sanft in den Hals und merke, wie sich eine ansteigende Erregung in all meinen Zellen ausbreitet.

Ich will Sex! Jetzt!

Halt!!! Unsanft stoppe ich meine Gedanken auf ihrer Wanderschaft, schließlich will ich den Inhalten des Seminars folgen. Doch in den Pausen geht es weiter. Äußerlich merkt niemand, welche Stürme in meinem Inneren toben.

Was, wenn er mich heute Nacht mit auf sein Zimmer nehmen würde?

Heiße Bilder türmen sich vor meinem inneren Auge. Verschwitzte Haut. Unbekannte Gerüche. Ein Stöhnen, das mir nicht vertraut ist. Grenzenlose Neugierde und pure Lust spielen die Hauptrolle im Kinosaal meiner Fantasie. Ich genieße die Vorstellung, ihn um den Verstand zu bringen, seine Lust auf die Spitze zu treiben und bade in einem Ozean aus Verlangen und Leidenschaft.

Was für ein Mann! Verheiratet. Vermutlich treu. Schade.

Würde ich mit ihm gehen? Natürlich! Würde ich wirklich mit ihm schlafen? Keine Ahnung. Kann sein, dass ich kurz davor kneife. Trotz meiner offenen Beziehung ist Fremdsex keine Selbstverständlichkeit für mich und kostet mich eine Menge Mut und Überwindung. Aber…

„Ich könnte, wenn ich wollte, und dieses Gefühl von Freiheit ist unfassbar schön!“

Würde er mich überhaupt wollen? Ich hab ihn nicht gefragt und weiß es nicht. Ich hätte es mich auch gar nicht getraut ;-). Für die meisten Menschen ist Treue ein hoher Wert.

Oft werde ich gefragt, ob ich keine Angst habe, mich zu verlieben. Ich würde mich sicher verlieben. Vollgas. Doch ohne mich zu verlieben würde ich keinen Sex haben wollen. Insofern ist das ein erwünschter Nebeneffekt. Angst, bzw. großen Respekt hab ich trotzdem davor.

Wieso Beziehungskiller Treue?

Vielleicht fragst du dich gerade, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Du denkst vielleicht, ich habe da was verwechselt. Treue ist nicht der Beziehungskiller, sondern UNTREUE! Ich sollte mich was schämen, solche Gelüste zu haben! (HIER findest du die dazugehörige Podcast-Episode.)

  • Glaubst du, dir könnte das niemals passieren?
  • Denkst du, dein Partner könnte was erleben, wenn er sowas auch nur in Erwägung zieht?

Für die meisten Menschen ist es undenkbar, dem Partner die Freiheit zu lassen, sich seinen heimlichen Gelüsten und Fantasien hinzugeben. Viele unterdrücken ihre eigenen Gefühle und Träume, denn es passt nicht zu ihrem Wertesystem. Leider geht der Schuss nach hinten los. 

Unterdrücktes Verlangen killt die Lust

So eine Begegnung nährt meine sexuellen Fantasien wochenlang. Ich liebe es, lustvolle Gedanken zu haben und sie mit meinem Mann auszuleben. Ich weiß auch, wie es ist, keine Lust mehr zu haben, und das will ich nicht wirklich wiederholen.

Auch wenn ich mich in einen anderen Mann verliebe, gibt es keinen Grund, meinen Mann zu verlassen. Er ist mein Leben, ich liebe ihn sehr und ich will mit ihm alt werden. Wir sind davon überzeugt, dass das Modell der offenen Beziehung unsere Liebe langfristig lebendig hält. 

Denn gerade das Unbekannte zündet mich an. Die Vorstellung mit einem anderen Mann zu schlafen, erregt mich und das ist für meine Ehe großartig. Mein Mann liebt meine Leidenschaft und meine Lust. Es ist ihm egal, wo die herkommt. Und ganz ehrlich: Das meiste findet nur im Kopf statt und nicht im echten Leben.

Es geht um viel mehr als Sex. Es geht um Lebendigkeit.

Dabei geht es bei dem Treue-Dilemma gar nicht nur um Sex. Es geht um viel, viel mehr. Der oft verbissene Wunsch nach Treue und das Bedürfnis, die Monogamie auf Teufel komm raus zu wahren, hat IMMER mit Angst zu tun und mit Selbstzweifeln.

Die Menschen wollen ihre Liebe einfrieren. Sie wollen sich sicher fühlen und keine Eifersucht spüren. Und merken nicht, wie die Treue langsam ihre Liebe erstickt und die Lebendigkeit ihrer Beziehung ermordet. Angst killt deine Beziehung. Und Verbissenheit.

Treue = Würgefeige

In dem großartigen Buch „Treue ist auch keine Lösung“ vergleichen die Autoren Lisa Fischbach und Holger Lendt die Treue mit der Würgefeige. Die Würgefeige tötet den Baum, um zu leben. Die Treue tötet Beziehungen, um als Konzept zu überleben.

Der Baum stirbt im Würgegriff der Feige einen langsamen Tod.

„Die Liebe stirbt im Würgegriff der Monogamie einen langsamen Tod.“

Sobald die Beziehung und der Sex nicht mehr erfüllend ist, trennen sich Paare und hüpfen zum Nächsten. Das ist serielle Monogamie und keine echte Treue.

Obwohl sich niemand freiwillig für Treue entscheidet, ist der Wunsch absolut verständlich. Sicherheit und Geborgenheit ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und eine monogame Beziehung bietet scheinbar(!) Sicherheit.

Die 6 menschlichen Grundbedürfnisse nach Tony Robbins

Bedürfnisse Tony RobbinsNeben Sicherheit/Geborgenheit gibt es 5 weitere Grundbedürfnisse:
  • Abwechslung/Herausforderung/Abenteuer
  • Anerkennung
  • Liebe/Verbundenheit
  • Wachstum
  • Bedeutsam sein/Einen Beitrag leisten

Wir alle haben diese Bedürfnisse und jeder erfüllt sie sich auf andere Weise. Mit einer treuen Beziehung füllen wir die Tassen Sicherheit und Verbundenheit.

Am Beginn einer Beziehung werden alle Tassen gefüllt, bis auf Sicherheit. Der neue Mensch ist eine Herausforderung, wir fühlen uns bedeutsam, wachsen über uns hinaus (legen uns ins Zeug), bekommen Anerkennung und Liebe.

Wie sind deine Tassen gefüllt?

Sicherheit/Geborgenheit lösen nach einer Weile Abwechslung und Abenteuer ab. Nach einigen Jahren Beziehung fühlen wir uns nicht mehr bedeutsam, wir sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Komfortzone ist hübsch eingerichtet, Wachstum findet kaum noch statt.

Das Leben strebt danach, ALLE Tassen zu füllen. Ist die Sicherheit voll und die anderen Töpfe leer, schickt das Universum ein männliches oder weibliches Leckerli vorbei und eine Affäre wirkt wie der Himmel auf Erden. Eine Affäre füllt (scheinbar!) die Tassen Liebe, Anerkennung, Bedeutung und Abenteuer.

Untreue = Wachstum / Treue killt Beziehung

Fliegt die Affäre auf, werden die Tassen Wachstum und Herausforderung gefüllt. Aber nur dann, wenn du dich deiner Herausforderung stellst. Viele trennen sich lieber vom Partner, als vom Treue Ideal. Dann findet KEIN Wachstum statt.

Hältst du weiterhin verbissen an dem Treue-Konzept fest und bist nicht bereit, dich deiner Eifersucht zu stellen und dich mit deinem untreuen Partner auseinander zu setzen, dann fliegt euch die Beziehung um die Ohren. Und deine Tassen bleiben leer.

Niemand kann deine Tassen füllen

Die Happy End Lüge verspricht, dass deine Tassen von deinem Partner gefüllt werden und sobald er/sie das nicht mehr tut, scheint eine Trennung die beste Lösung zu sein.

Die Suche nach einem neuen Tassenfüller geht in die nächste Runde. Das blöde daran: Je leerer deine Tassen sind, desto leerer sind die Tassen deines angeblichen Traumpartners. Es ziehen sich immer zwei Menschen an, die zueinander passen. Das Gesetz der Anziehung ist gnadenlos (und gerecht).

Deine Tassen kannst NUR du selbst füllen. Deshalb ist Fremdgehen niemals die Lösung und eine offene Beziehung nur für jene geeignet, die gelernt haben, ihre Tassen selbst aufzufüllen. Sobald zwei Menschen ein Paar bilden, die ihre Tassen gefüllt haben, wird Beziehung erfüllend. Auch über Jahre und Jahrzehnte.

Treue an sich killt deine Beziehung nicht

Wie beim Sex ist es nicht die Treue, die deine Beziehung zerstört. Auch nicht die Untreue. Es sind die leeren Tassen und die Erwartungshaltung, dass der andere dafür zuständig ist, sie zu füllen.

Mit einem Flirt, der vielleicht gar keiner ist, fülle ich meine Tassen. Allein meine Fantasie reicht dafür aus. Ich fühle mich begehrt, ohne zu wissen, ob ich es wirklich bin. Dem Gehirn ist egal, ob es Wirklichkeit ist, oder nur Fantasie. Das ist der Trick.

Findet der Flirt auch noch in der Wirklichkeit statt, geht das Gefühl tiefer und der Spaß hält länger an. Mein Mann profitiert davon, denn mit gefüllten Tassen bin ich für ihn wesentlich attraktiver. Flirten ist Lebensfreude. Flirten tut gut. Dir und deinem Partner.

Es lohnt sich, die Grenzen der Treue ein Stückchen zu erweitern. Wie weit, das ist allein deine Entscheidung (und die deines Partners).

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch.

Herzlichst
Melanie

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