Hater Kommentare – Was treibt Menschen an, so fies zu sein?

 

Folge 038 – Hater Kommentare – Was treibt Menschen an, so fies zu sein? Warum glaubt jemand ungefiltert seinen Scheiß in die Welt blasen zu müssen, ohne mal eine Minute darüber nachzudenken? Es verletzt mich und macht mich wütend! Fuck you, Hater!

Hater Kommentare Fuck youShownotes:

„Sag mal Melanie, wie kommt’s, dass du nur positive Kommentare zu deinem Podcast bekommst?“ Gordon Schönwälder, der Podcast-Held, wundert sich, dass mein Thema nicht mehr negative Reaktionen hervor ruft. Tatsächlich hätte ich gut darauf verzichten können.

„Erst wenn du Hater hast, bist du wirklich erfolgreich!“ Ernsthaft jetzt? Diese Headline hab ich von einem Social Media Experten, der seine Hater feiert, weil er sagt, dass das ein Anzeichen für Erfolg wäre. Hmmmm…

Meinen Erfolg messe ich nicht an blöden Hater Kommentaren, sondern an der Erleichterung und dem Vorwärtskommen meiner Kunden, an meinem Umsatz und an den Downloadzahlen meiner Blog- und Podcastbeiträge.

Schwanzlängenvergleich

„Das ist doch nur der Schwanzlängenvergleich“, tröstet mich meine Mastermind-Freundin wenn ich darüber jammere, dass ich noch nie bei „neu und beachtenswert“ auf iTunes erschienen bin. „Und ganz ehrlich, für das bisschen Marketing, das du betreibst, sind deine Zahlen beachtlich. Würdest du da mehr machen, würde es auch anders aussehen.“

Mist! Ja, da hat sich recht. Marketing ist nicht mein Lieblingsfach und ich fände es großartig, den ganzen Tag nur mit Kunden zu arbeiten, anstatt auf facebook um virale Posts zu kämpfen. Bevor ich eine neue Landingpage erstelle, beantworte ich lieber ausführlichst die Fragen meiner Kunden per E-Mail oder WhatsApp.

Ich liebe den persönlichen Kontakt sehr viel mehr, als mir über Sales Funnels den Kopf zu zerbrechen. Zum Glück habe ich mittlerweile jemanden, der diese Dinge für mich erledigt.

Der erste Hater Kommentar für meinen Podcast

Der fiese Hater hat mich volle Breitseite erwischt in einem für mich ungünstigen Zustand. Ich war krank, mein Kopf war eine Matschbirne und ich war frustriert darüber. Kurz zuvor hat sich eine junge Dame auf YouTube über mich ausgelassen und ich war bereits angeschossen.

Vor einer Weile habe ich einen Artikel über einen Facebook-Troll geschrieben. Leider hab ich noch immer nicht das dicke Fell, solche Hater Kommentare einfach an mir abperlen zu lassen. Sind sie zu stark, bist du zu schwach. Ist das wirklich Sinn der Sache? Härter zu werden? 

Vorhang auf: Die Hater Kommentare

Der allererste schlimme Kommentar zum Beginn meiner Bloggerei hat mich tief getroffen. Ein Mann wünscht mir, ich würde am Brustkrebs verrecken. Ich hab eine Woche gebraucht, um mich davon zu erholen. 

„Früher gab es dafür den Hexenhammer. Das xx Chromosom ist seit jeher mit schlechtem Charakter verseucht“, schreibt ein Mitglied eines Kirchen-Chors. Aha, sehr hilfreich für die Welt!

„Du bist mir ehrlich gesagt wirklich unsympathisch. Deine Art wirkt ziemlich gekünstelt. Und das obwohl ich vom Inhalt her alles was du in diesem Video sagst so unterschreiben würde. Aber irgendwie fehlt mir bei der Art WIE du es rüberbringst der Respekt. LG“, schreibt pinksugar auf YouTube (die Kommas hat sie selbst vergessen).

Respektlos und Gekünstelt

Ehrlich gesagt, ist es mir auch ziemlich egal, ob sie mich sympathisch findet. Das kann ich ja wohl kaum beeinflussen. Ich finde auch nicht jeden sympathisch. Von pinksugar konnte ich kein einziges selbst produziertes Video finden.

Getroffen hat sich mich bei der gekünstelten Art, weil es mir so super wichtig ist, echt und authentisch zu sein. Und beim Respekt. Ja, bei einem Video war ich tatsächlich respektlos und hab mir im Vorfeld lange Gedanken gemacht, ob ich das so bringen kann.

Unter der Gürtellinie oder Dieter Bohlen Style

„Selbstdarstellendes, immer gut gelauntes Quietsche-Entchen, das ohne Punkt und Komma in bayerischer Mundart über sich selber, die eigene Beziehung und das Leben im Allgemeinen quakt. Aber kein ernst zu nehmender Coach mit Tiefgang. Inhalt des Podcasts? Sie selber, ansonsten weitestgehend inhaltsbefreit. Größtes Manko: Die kreischige Heidi-Klum-Stimme und das jodelig anmutende Lachen, wiehernd wie ein Gaul auf Extacy, unerträglich!“

Phu! Sowas geht nicht mal runter wie Öl. Ehrlich gesagt tut es richtig, richtig weh. Also mir zumindest. Wie kommt jemand auf die glorreiche Idee, sowas in die Kommentare zu posten? Ist er Dieter Bohlens größter Fan, oder was?

Ich weiß, dass ich speziell bin. Nicht nur mein Thema, sondern auch meine Persönlichkeit. Ich kann verstehen, dass nicht jeder meine Stimme mag und ich habe Respekt vor jedem, der Podcasts oder Videos produziert, weil es nicht ganz leicht ist, sich selbst in Bild und Ton auszuhalten.

Fuck you, Hater!

Nach dem ersten Schmerz wurde ich wütend. Dieser Typ hat keinerlei Ahnung von Coaching, sonst würde er nicht so einen unreflektierten Mist von sich geben. Maßt sich aber an, über meine Fähigkeiten als Coach zu urteilen, ohne je mit mir gearbeitet zu haben, oder mit einem Kunden von mir zu sprechen.

Ich stecke mein Herzblut, eine Menge Zeit und Energie in jeden Beitrag. Doch anstatt das zu würdigen, hauen Hater einfach nur drauf. Ich frage mich, ob er jemals etwas Bereicherndes für diese Welt produziert hat. Das werden wir niemals herausfinden, denn er versteckt sich feige hinter einem anonymen Profil.

Leider sind wir von Schulzeiten an auf negatives Feedback programmiert und nur wenige Menschen verteilen großzügig Wertschätzung und Komplimente. Kritisieren ist leichter und fühlt sich besser an. Schade!

Schon mal was von Storytelling gehört?

Storytelling ist eine effektive Möglichkeit, Inhalte mit Emotionen aufzuladen, so dass das Gehirn sie als relevant betrachtet und im Unterbewusstsein direkt umsetzt. Ich erzähle sehr gern Fallbeispiele, jedoch muss ich dafür immer die Erlaubnis einholen und nicht jeder will seine Themen in der Öffentlichkeit sehen.

Meine eigenen Erlebnisse haben immer ein Learning oder eine (versteckte) Botschaft für den Hörer. Und selbst wenn ich mich nur selbst darstellen will, weil ich mich so geil finde, könnte ich das tun. Es ist mein Podcast, mein Blog, mein Business. Fuck you, Hater!

Und nein, ich bin nicht immer gut gelaunt. Vor jeder Podcast-Folge bringe ich mich in einen guten State, grantig sind schon genug Leute. Mit meiner Intro-Musik habe ich einen Anker gesetzt, der mich selbst in eine positive Stimmung versetzt, die ansteckend ist.

„Wenn du schlechte Laune haben willst, geh U-Bahn fahren.“

Zum Lachen in den Keller?

Letzte Woche war ich im Theater und eine Reihe vor mir hat sich eine Dame tierisch aufgeregt, weil ich so laut gelacht habe. Es war eine Komödie, Herrgott! Das Ensemble hat sich voll gefreut, weil es mich aus dem Publikum heraus gehört hat.

Kann ich was dafür, dass viele Menschen zum Lachen in den Keller gehen? Auf Extasy will der Typ mich nicht erleben, das könnte er nicht aushalten. Ich bin bereits ohne Drogen lustig. Ist für manche schwer vorstellbar, ich weiß.

Und psst! Ein super geheimer Geheimtipp: Die Podcast-App hat einen Button mit zwei Linien drauf, wo man einfach abschalten kann. Ich hab ihn nicht gefesselt und gezwungen, sich mein Zeug anzuhören! Wenn er es schlecht findet, soll er es halt lassen. Meine Fresse!

Zum Glück gibt es auch ganz viel Liebe in meinem Leben

Mein Mann ermutigt mich mit den Worten: „Schau, Schatzl, über Madonna wird auch ständig Mist ausgekippt. Klar, sie lässt sich ans Kreuz nageln und provoziert, doch sie ist eine der erfolgreichsten Frauen auf dem Planeten und muss sich auch damit rumplagen.“

In einer Fernsehshow sagte Madonna, dass alle Leute glauben, ihr würde die Kritik nichts ausmachen. Aber das stimmt nicht. Sie ist jedesmal tief getroffen und es schmerzt sie sehr.

Die großartige Barbara Lampl (das Interview mit ihr empfehle ich dir sehr) postet am selben Tag: „Wer keine Wirkung hat, muss sich um die Nebenwirkung keine Gedanken machen.“ In der Facebook-Gruppe ermutigen mich alle, dass der Hater in einem schlechten Film lebt und es nichts mit mir zu tun hat.

Meine Freundin Kim meinte: „Vielleicht erinnerst du ihn an seine Ex-Frau, die ihn betrogen hat? Wer weiß das schon?“

By the way bekomme ich ständig super positive Kommentare und persönliche Nachrichten von Menschen, die meinen Podcast erfrischend und inspirierend finden, die meine Videos mögen und als hilfreich empfinden und die meine Arbeit sehr schätzen. Tausend Dank an euch alle!

Ich bin nicht allein!

Bei der Recherche zum Artikel bin ich auf zwei Videos gestoßen von einer super erfolgreichen Mode-Bloggerin und einer YouTuberin mit über zwei Millionen Followern. Sie haben ihre fiesesten Hater Kommentare vorgelesen und kommentiert – großartig! Was hab ich gelacht (laut und wiehernd). 

Das, was die beiden über sich ergehen lassen müssen, ist so krass, dagegen ist mein Hater ein blutiger Anfänger. „Hater Kommentare sind die gerechte Strafe für meine Gier nach Aufmerksamkeit“, schreibt ironisch Masha Sedgwick. „Der einzige Sinn von Hater Kommentaren ist über sie zu lachen und zu zeigen, wie lächerlich sie sind.“

Mein Learning aus der Geschichte: Ich will perfekt sein und von allen geliebt werden. Doch das ist nicht möglich. Mein größter Kritiker bin ich selbst und ich darf noch viel gelassener mit mir umgehen. Ich will kein dickes Fell haben. Ich finde mich verletzlich und fühlend ganz gut.

Im Dezember geht mein Gedankentanken-Video online und der Hater hat mich darauf gut vorbereitet. Jetzt bin ich gewappnet für all die Kommentare, die es geben wird. Die positiven und die negativen.

Ich rappel mich einfach wieder auf, klopfe mir den Dreck aus den Klamotten, richte meinen Fokus auf meine Vision, die Welt zu einem lustigeren und liebevolleren Ort zu machen und mach weiter bisher. 

Herzlichst
Melanie

PS. Das Buch „Die 4 Versprechen“* hat mir echt geholfen, diese Dinge nicht mehr so persönlich zu nehmen.

PPS. Der großartige Stefan Merath hat zur Blogparade geladen. Da passt mein Artikel perfekt. Sein Hörbuch „Die Kunst deine Kunden zu lieben“* hat mich ebenfalls aus einer tiefen Kritiker-Krise geholt!

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