Streit in der Beziehung – Vermeide unnötige Streitereien

 

Streit in der Beziehung#090: Streit in der Beziehung kommt vor und ist ok. Es hilft euch nicht, Konflikte unter den Teppich zu kehren, nur um des lieben Friedens willen. Doch wenn ihr euch ständig mit unnötigen Streitereien rumplagen müsst, kostet euch das viel Kraft und beschädigt eure Partnerschaft.

Du liebst deinen Partner und eigentlich willst du das gar nicht, dass ihr euch wegen dämlicher Kleinigkeiten in die Haare kriegt. Oft könnt ihr euch gar nicht mehr an den Grund des Konfliktes erinnern und zu einer Lösung kommt ihr auch nicht. Völlig unnötig!

Was kannst du tun, um diese Streitereien zu vermeiden? Wie kannst du aufhören, mit deinem Partner um Nichtigkeiten zu kämpfen? In diesem Beitrag gebe ich dir ein paar Tipps, mir deren Hilfe du die Ursache eures Problems beheben kannst. Für immer!

Worüber streiten sich Paare?

In meiner Instagram-Story habe ich genau diese Frage gestellt und die Antworten waren interessant:

  • Musik
  • Reden: einer (sie) will mehr, einer (er) weniger
  • Sex: einer (er) will mehr, einer (sie) weniger
  • Wegen den Kindern/Erziehung
  • Freiräume
  • Freundschaft zwischen Mann und Frau
  • Frauen/Vergangenheit
  • Seine Klamotten, die rumfliegen
  • Haushalt (der Klassiker)
  • Was auf den Tisch kommt
  • Schwachsinn und Unnötiges

Bei der Vorbereitung für diesen Artikel ist mir das Ergebnis einer Studie untergekommen, in der Männer und Frauen teilweise unterschiedliche Streitthemen angaben. Z.B. mangelndes Zuhören (sh. Infografik).

Wie entsteht Streit in der Beziehung?

Wann kommt es zum Streit? Vermutlich nicht, wenn ihr beide gechillt und tiefenentspannt seid, oder? Eine hitzige Diskussion muss noch lange kein Streit sein, solange alle Beteiligten wertschätzend und konstruktiv miteinander umgehen.

Erst wenn die Gefühle hoch kochen, wenn sich einer in die Ecke gedrängt fühlt oder unbedingt recht haben will, arten Meinungsverschiedenheiten in Streit aus. Dann geht es nicht mehr um das Thema an sich, sondern darum zu gewinnen.

Dann wird die Unterhaltung ungerecht, verletzend und destruktiv. Sind es immer dieselben Themen, über die ihr euch fetzt, stellst du dir möglicherweise die Frage, ob ihr überhaupt (noch) zusammen passt.

Ständig Streit in der Beziehung – Was habt ihr davon?

Lass uns mal die Streitthemen genauer unter die Lupe nehmen:

Musik/TV-Programm/Freizeit

Warum zur Hölle streiten sich Paare über Musik? Über Geschmack lässt sich nicht streiten, das weiß doch jeder! Also warum sollte Musik dann zu Auseinandersetzungen führen? Nur weil ihr ein Paar seid, heißt das doch nicht, dass ihr dieselbe Musik mögen müsst. Oder dasselbe TV-Programm. Oder dieselben Freizeitaktivitäten.

Für das Musik-Problem gibt es Kopfhörer. Einen Zweit-TV hat vermutlich fast jeder daheim und die Freizeit könnt ihr gemeinsam oder getrennt verbringen, wo ist das Problem? Das Problem entsteht im Kopf, wenn es eben NICHT ok ist, die Freizeit nach den eigenen Wünschen zu gestalten, oder wenn ihr euren Musikgeschmack ständig kritisiert.

Streitereien über Reden & Sex

„Er sollte öfter von selbst auf mich zukommen, um über uns und unsere Beziehung zu sprechen!“
„Sie sollte öfter von selbst Sex mit mir haben wollen und mich verführen!“

Gewünschte Lösung: Er spricht so oft wie möglich mit ihr über die Beziehung und sie verführt ihn so oft wie möglich von sich aus. Echt jetzt? Wie soll denn das bitte gehen?

Wenn du ein größeres Verlangen (nach was auch immer) hast, kümmere dich darum, dass du es bekommst. Wenn du Rede-Bedarf hast, rede. Wenn du Sex willst, initiiere ihn. Und akzeptiere, wenn der/die Andere in dem Moment keinen Bock darauf hat und NEIN sagt. Zum Sex und zum Reden.

Einer meiner Kunden meinte dazu: „Das kann man doch nicht miteinander vergleichen. Sex ist etwas schönes, Reden nicht!“ Und eine Kundin hat gemeint: „Vom Sex wird unsere Krise auch nicht besser. Wir müssen darüber reden!“ Aha. Wer hat jetzt recht?

Ständig Streit über die Kindererziehung

Kinder zu bekommen ist eine krasse Sache. Werden wir Eltern greift unser Gehirn automatisch auf die Erziehungsmethoden zurück, die wir von klein auf gelernt haben. Egal, ob diese Methoden nun gut oder nicht so gut waren.

Ich hab mich sehr erschrocken, als ich mich Sätze zum meinen Kindern sagen hörte, die ich in meiner Kindheit blöd fand. Da Partner logischerweise aus unterschiedlichen Elternhäusern kommen, haben sie meistens nicht die gleiche Erziehung genossen und darüber kann es durchaus den ein oder anderen Streit geben.

Anstatt gegeneinander zu kämpfen, könnt ihr euch hinsetzen und aufschreiben, was euch bei der Erziehung eurer Kinder wichtig ist und warum. Möglichst sachlich und neutral. Und dann überlegt euch, was euer gemeinsames Ziel ist. Meistens wollen beide Eltern dasselbe. Dass ihre Kinder glücklich und erfolgreich werden.

Streit mit dem Partner um Freiräume

Bei unserem ersten Kind hatten wir einen heftigen Streit darüber, wer wie oft auf das Kind aufpassen muss und wer dann wieder Freiräume für sich nutzen kann. Ich habe gegen das klassische Rollenmodell gekämpft und hab es nicht eingesehen, dass ich als Frau automatisch mehr meiner Zeit für die Familien opfern sollte, als mein Mann.

Drei Tage haben wir unerbittlich am letzten Zipfel einer verlorenen Freiheit gezerrt wie an einer Bettdecke, die zu klein ist. Irgendwann hab ich mir dann die Frage gestellt:

„Worum geht es hier eigentlich wirklich?“

Es ging doch nicht darum, dem anderen möglichst viel Freiheit zu nehmen! Sondern zu geben! Durch diese Erkenntnis konnten wir uns zusammen setzen und überlegen, wie wir die Freiräume gegenseitig vergrößern könnten und hatten eine Menge Ideen und dieses Thema für immer gelöst.

Freundschaft zwischen Mann und Frau/Vergangenheit & Frauen

Können Männer und Frauen befreundet sein? Diese Frage sollte doch spätestens seit Harry und Sally für immer geklärt sein, oder? Ich habe männliche Freunde, mein Mann hat weibliche Freunde. Also würde ich sagen: Ja! Das geht!

Doch hier geht es nicht darum, ob das geht oder nicht. Hier geht es um Misstrauen und Eifersucht. Selbiges gilt für Probleme mit den Ex-Partnern oder -Partnerinnen aus der Vergangenheit. Wie unnötig ist es, über die Vergangenheit zu streiten? Lässt sich daran irgendwas ändern? NEIN!

Wenn du ein Problem mit den Freunden oder Ex-Partnerinnen hast, hast du ein Vertrauens-Problem in DEINEM Gehirn. Wie soll denn ein Streit dieses Problem jemals lösen können? Hör auf, deinem Partner das Leben zur Hölle zu machen nur wegen deinem Mindfuck!

Der Klassiker: Streit über Unordnung/Haushalt

Wenn mehrere Personen in einem Haushalt leben, ist es eine Selbstverständlichkeit, dass ALLE Personen Tätigkeiten übernehmen, die das Zusammenleben erleichtern. In unserer Familie will JEDER was essen, macht Geschirr dreckig, will saubere Klamotten tragen und sich halbwegs wohl fühlen in der Bude.

Daher kümmern sich alle darum, dass der Laden läuft. Und ganz sicher nicht nur ich, weil ich die Frau und Mama bin und wir das tausende von Jahren so gehandhabt haben.

Wenn einer das Geld verdient und der andere dafür für den Haushalt zuständig ist, habt ihr einen Deal, an den ihr euch halten wollt. Aber dann braucht es auch keinen Streit in der Beziehung, oder? Wenn es diesen Deal nicht gibt, hat jeder seinen Beitrag zu leisten. PUNKT!

Damit das funktioniert, haben wir eine Liste mit allen Tätigkeiten im Haushalt geschrieben und jeder hat sich die Dinge ausgesucht, die er oder sie übernehmen will. Auch unsere Kinder haben feste Aufgaben und kümmern sich z.B. selbständig um die Wäsche.

Konsequenzen statt Gelaber

Wir Frauen labern viel zu viel, meckern und beklagen uns, anstatt zu handeln. „Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass…?“ oder „Wie oft soll ich es dir denn noch sagen…?“, sind Phrasen, die du dir ab sofort sparen kannst.

Anstatt zu meckern, dass dein Mann nicht mithilft im Haushalt, lass ihn seine EIGENEN Konsequenzen tragen. Z.B. kannst du aufhören, seine Wäsche zu waschen. Du kannst nur für dich einkaufen und essen kochen. Soll er sich doch mit Fastfood vollstopfen, wenn er mit Pizza & Co. wunderbar zurecht kommt.

Würde er alleine leben, müsste er kochen, waschen, putzen, usw… Nur weil ihr zusammen lebt, heißt das ja nicht, dass nur einer von euch den Haushalt stemmen muss. Logische Konsequenzen funktionieren sehr viel besser, als lange Erklärungen.

Im Wohnzimmer ausgezogene Socken meiner Familienmitglieder liegen manchmal tagelang am selben Platz. Ich habe gelernt, sie einfach liegen zu lassen, wenn ich keine Lust habe, sie weg zu räumen. Will ich es ordentlich haben, breche ich mir aber auch keine Zacken aus der Krone, wenn ich sie ins Bad bringe.

Streit ums Essen: Was auf den Tisch kommt

„Du kannst dir doch denken, dass ich Hunger habe, wenn ich von der Arbeit heim komme“, meckert mein Mann mich an, während ich noch am Laptop sitze und arbeite.
„Ja, stimmt. Das kann ich mir denken. Na und?“, ist meine Antwort.
„Ich hab den ganzen Tag nichts gescheites gegessen und brauche einmal am Tag eine warme und gesunde Mahlzeit!“
„Und? Ist das mein Problem? Du weißt, wo die Küche ist und wie man einen Herd bedient.“

Diese Diskussion hat uns einige Nerven gekostet. Wir beide sind mit Müttern groß geworden, die Zuhause waren und immer gekocht haben. Die unbewusste Erwartungshaltung, dass die Frau für’s Kochen, Putzen, Bügeln, Saugen, usw… zuständig ist, wurde uns früh mitgegeben und es kostet viel Energie, die klassischen Rollenbilder zu durchbrechen. Beide Partner!

Mittlerweile hat mein Mann den Einkauf und den größten Teil der Essenszubereitung übernommen. Ich hasse Kochen. Dafür erledige ich andere Sachen. Ihr braucht eine Abmachung, die ihr gemeinsam trefft und die jeder bereit ist einzuhalten.

Streit mit dem Partner muss nicht sein

Mittlerweile streiten wir fast gar nicht mehr. Ein oder zweimal im Jahr kriegen wir uns in die Wolle und wenn das passiert, schauen wir, was die Ursache war und wie wir das vermeiden können. Nicht, um immer eitel Sonnenschein zu haben. Sondern weil wir festgestellt haben, dass es keinen Sinn macht zu streiten.

Einer unserer letzten Ärgernisse hatten wir, weil ich der Meinung war, mein Mann würde mir nicht zuhören und das wäre total gemein. Ich nehme mir STUNDENLANG Zeit, um IHM zuzuhören und wenn ich dann EINMAL ein Thema auf dem Herzen habe, hört er mir nicht zu. Unfassbar!

Streitereien vermeiden durch Akzeptanz

„Weißt du Schatzl, das mit dem Zuhören ist halt nicht so mein Ding. Du weißt doch, dass ich das nicht so gut kann wie du. Und wenn du keine Lust hast, mir zuzuhören, musst du das halt einfach sagen. Ich kann andere Sachen besser und ich kann mir Mühe geben. Aber ganz ehrlich – so richtig viel zuhören werde ich wohl nie.“

Natürlich hätte ich jetzt völlig ausflippen und ihm weiterhin Vorwürfe machen können. Hätte das was geändert? Nope! Mir war klar, dass er recht hat. Ich LIEBE es, ihm zuzuhören. Ich liebe es, dass er mehr spricht als ich und mir viel erzählt.

Wenn ich einen Rat brauche, habe ich genügend Menschen, die ich fragen kann. Wenn ich will, dass ER mir zuhört, muss ich kurz und knackig auf den Punkt kommen und mich vielleicht sogar vorbereiten. In einer Beziehung müssen nicht Beide immer dasselbe leisten. Es ist völlig ok, dass wir verschiedene Qualitäten haben. Wenn du das akzeptieren kannst, hörst du auf mit dem Blödsinn.

So kannst du den unnötigen Streit in der Beziehung beenden

  1. Akzeptiere, dass dein Partner anders ist, als du
  2. Hör auf, deinen Partner ändern zu wollen
  3. Hab klar, dass es bei jeder Streiterei um die Bewertung in DEINEM Gehirn geht
  4. Achte darauf, möglichst entspannt zu sein
  5. Stellt euch die Frage: „Worum geht es hier eigentlich wirklich?“
  6. Stellt euch die Frage: „Was ist unser Ziel?“
  7. Achtet auf Lösungsmöglichkeiten, wo es keinen Verlierer gibt. Wie könnt ihr BEIDE gewinnen?
  8. Hör auf, recht haben zu wollen. Recht haben erzeugt IMMER einen Verlierer!
  9. Stehe zu deinen Stärken und stehe zu deinen Schwächen. Rechtfertige dich nicht dafür, dass du bist, wie du bist!

Zum Abschluss gebe ich dir noch 3 Fragen mit, die in JEDEM Konflikt funktionieren, wenn beide Partner bereit sind den Konflikt zu lösen. Frage deinen Gesprächspartner:

„Was erwartest du von mir?“ – Dann Klappe halten und die Antwort abwarten. Nach der Antwort:
„Was bedeutet das?“ – Kläre, worum es deinem Partner wirklich geht. Die dritte Frage:
„Wie kriegen wir die Kuh vom Eis?“ – Damit lenkst du auf die Lösung, die ihr gemeinsam entwickelt.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Nicht-mehr-streiten. Sollte deine Beziehung total verfahren sein und ihr kommt aus der Negativ-Spirale alleine nicht mehr raus, melde dich bei mir für ein Coaching.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

 

Herzlichst,
Melanie

PS. Am 29.4. startet die Beta-Test-Phase meines neuen Online-Programms „Liebe Leben“ – Langzeitbeziehung leidenschaftlich und lustig leben. Es gibt 10 Plätze und ein Coaching obendrauf.

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