Mann oder Memme? So behältst du den Respekt deiner Frau

RespektEpisode 004 – Respekt – Wie schaffst du es, dass deine Frau dich respektiert? Bist du ein echter Mann? Stehst du zu dir? Oder verbiegst du dich für sie?

Dieser Artikel ist Teil der Männlichkeits-Blogparade von Sven und Martin von www.maennlichkeit-staerken.de.

Das nachfolgende Thema betrifft auch viele Frauen. Wenn du eine Frau bist und zu wenig Respekt von deinem Partner bekommst, übertrage den Artikel einfach auf dich.



„Ich bin überhaupt nicht so eine Lusche, für die mich meine Frau hält!“

 

 

Seine Haltung zeigt Entschlossenheit, sein Blick ist fest und klar. Mit jedem Coaching-Termin steigt sein Selbstvertrauen und in der Zeit dazwischen probiert er sein neues Verhalten aus. Für seine Frau ist die Zeit nicht leicht. Seit er sich traut, eigene Entscheidungen zu treffen ohne ihre Zustimmung zu erwarten, fühlt sie ihre Kontrolle über ihn schwinden.

Auch für ihn ist es eine Herausforderung, die Konflikte auszuhalten, anstatt wie bisher, ihnen aus dem Weg zu gehen. Das neue Gefühl der Selbstbestimmung tut ihm gut. Er will sich sein eigenes Leben zurück erobern, anstatt aus Hamonie-Sucht weiterhin klein bei zu geben.

Respekt

„Irgendwann hat sie den Respekt vor mir verloren. Keine Ahnung, wann, doch es ist schon viele Jahre so.“ 

In der letzen Zeit habe ich viele Coachings und Paarberatungen mit Männern, die sich für ihre Frau und für die Familie fast aufgegeben haben und an einem Punkt angelangt sind, wo sie merken, dass sie es ihr niemals Recht machen können. Es scheint, je mehr sie die Wünsche und Forderungen der Frauen erfüllen, je mehr sie sich selbst zurück nehmen, desto stärker werden sie kritisiert.

Immer wieder bitten mich Frauen in der Beratung, ihrem Mann im Einzeltermin klar zu machen, was er ihrer Meinung nach unbedingt ändern soll.

Mädels, ich bin keine Männer-Reparatur-Station!

Grundsätzlich unterstütze ich jeden Klienten, sein EIGENES Traumleben zu führen und die EIGENE Persönlichkeit zu stärken. Das finden die Frauen zunächst nicht witzig. Eine Kontrolletti-Frau will die Kontrolle behalten und der Respekt für ihren Mann fehlt.

Manche der Männer flüchten sich in eine Affäre, um sich ihre Selbstbestimmung an anderer Stelle zu beweisen. Eine Geliebte gibt den Männern das Gefühl, alles im Griff zu haben und ein toller Hecht zu sein. Manche Affären sind eine Trotz-Reaktion von Pantoffel-Helden, dich sich nicht trauen, ihrer Frau Kontra zu geben.

Der Schwiegermütter-Traum

Manchmal ist es die Frau, die fremdgeht. „Mein Mann trägt mich auf Händen. Er tut alles für mich und kümmert sich rührend um die Kinder. Ich verstehe nicht, warum ich ihn nicht mehr will! An Sex ist überhaupt nicht mehr zu denken!“ Völlig verzweifelt und verwirrt wenden sich die Frauen an mich.

Eine Klientin, die in einer Affäre steckt und kurz davor ist, ihren Mann zu verlassen, bekommt von ihrer Familie und von ihren Freunden zusätzlich eine Menge Gegenwind: „Du kannst froh sein, dass du so einen tollen Mann hast. Sei doch nicht so undankbar!“

Der Traum aller Schwiegermütter ist nicht der Traum der Frauen. Was ist da los?

Mist ist klar, was da los ist. Ich hatte selbst eine Beziehung zu einem Mann, der sich voll und ganz nach mir gerichtet hat. Er hat niemals mit mir gestritten und keine eigene Meinung vertreten. Kennst du diese Wackel-Dackel, die in alten Opels hinten in der Heckscheibe sitzen und mit dem Kopf nicken?

Von der Frau zur Furie

In dieser Beziehung habe ich meine boshaftesten und schlechtesten Seiten kennen gelernt. Ich habe ihn rumkommandiert und schikaniert. Ich hatte keinerlei Respekt und auch keine Lust, mit ihm Sex zu haben. Je mehr er mich verwöhnt hat, desto mehr habe ich gefordert. Ich fand ihn langweilig und hab arrogant von oben auf ihn herab geschaut. 

Mit der Achtung vor ihm habe ich auch meine Selbstachtung verloren. Ich mochte mich nicht in der Rolle der Furie. So war ich eigentlich nicht und so wollte ich nicht sein. Er hat sich mir untergeordnet und ich habe mich nach einem Partner auf Augenhöhe gesehnt, was mir allerdings nicht bewusst war.

Ein Coach hat mir damals schmerzhaft klar gemacht, was ich bereits wusste. Ich bin eine starke Frau, mit einem Mann ohne Eigenleben würde ich nicht glücklich werden. Es hat noch eine ganze Weile gedauert, bis ich mich dann endlich getraut habe, mich von ihm zu trennen.

Kennst du das Gefühl, wenn dir eine Tonne Last von der Schulter fällt? Als er ausgezogen ist, war ich frei und unendlich erleichtert. Dieses Gefühl vergesse ich nie!

Über- oder Unterordnen?

Die Beziehung davor war das genaue Gegenteil. Ständige Streitereien und ein Gerangel um Macht und Rechthaberei. Der Sex war grandios, doch der Alltag war ein permanentes Seilziehen, das unsere letzen Kräfte aufgefressen hat. Auch das war keine Partnerschaft auf Augenhöhe, sondern ein hin und her aus Über- und Unterordnen.

Wenn einer Recht hat, muss der andere automatisch Unrecht haben. Somit gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Auch wenn es sich super anfühlt, einen Konflikt zu „gewinnen“, auf Dauer verlieren dabei beide und die Beziehung geht vor die Hunde. Das ist Krieg und Kampf und hat nichts, rein gar nichts mit Liebe zu tun!


Bei der Blogparade über Männlichkeit haben über 60 Bloggerinnen und Blogger mitgemacht. Hier findest du weitere spannende Beiträge zum Thema: 

Ich liebe es, eine andere Sichtweise zu hören (oder zu lesen). Besonders natürlich die Sicht der Männer. Stöbere durch die Artikel der Jungs, das lohnt sich auf jeden Fall.


Beziehung mit Respekt und auf Augenhöhe

Erst seit meinem Mann weiß ich, was es heißt, auf Augenhöhe zu sein. Er lässt sich von mir nicht die Butter vom Brot nehmen. Und genau das liebe ich so sehr. Wenn ich ungerecht, nörgelnd oder zickig bin, lässt er sich nicht groß davon beeindrucken.

Meine Launen prallen an ihm ab. Er steigt weder auf einen Kampf mit mir ein, noch lässt er sich alles von mir gefallen. Er bleibt ganz bei sich. In solchen Situationen, wie z.B. die „Scheiß-Kerze“ an meinem Geburtstag oder beim „Gardasee-Gezicke“, probiert er viele verschiedenen Strategien aus, um die Schieflage wieder gerade zu biegen, ohne sich selbst zu verbiegen. 

Irgendwann kommt er an einen Punkt, wo er mir deutlich ins Gesicht sagt, dass ich gerne noch weiter rumzicken oder heulen kann, doch er darauf keinen Bock hat und mich auch im eigenen Saft schmorgen lässt, wenn es sein muss. Zu keiner Zeit wird er abfällig, respektlos oder verletzend. Im Gegenteil, er betont sogar in solchen Momenten, wie sehr er mich liebt.

Wie behältst du den Respekt deiner Partnerin?

Respekt ist erstmal nur ein Begriff. Rednerin Katja Kerschgens nennt diese Begriffe „Diffuslinge“, meine Business-Mentorin Barbara Lampl schiebt die Dinger ins „Plattitüden-Land“. Was heißt das?

Jeder Mensch macht sich von Begriffen ein anderes Bild. Jeder versteht darunter was anderes. Treue, Spaß, Achtsamkeit, Ehrlichkeit, Respekt – was immer DU darunter verstehst, deine Partnerin verbindet mit diesen Begriffen möglicherweise etwas anderes.

Kläre für dich, was du unter Respekt verstehst und beobachte dich selbst:

  • Woran würdest du merken, dass du dich selbst respektierst?
  • Woran erkennst du, dass deine Partnerin dich respektierst (oder nicht)?
  • Was ist respektvolles Verhalten für dich? Wie zeigst du Respekt? Wie zeigt deine Partnerin, dass sie dich respektiert?
  • Wann bist du selbst respektlos? Beobachte dich mal, wenn du über deine Eltern sprichst oder über dich selbst.
  • Traust du dich, deiner Partnerin deine wahren Wünsche, Träume und Bedürfnisse zu offenbaren?
  • Traust du dich, deine Bedürfnisse einzufordern?
  • Hältst du zu oft die Klappe? Nur um des lieben Friedens willen?
  • Bist du der Held deiner Frau oder eher ein Pantoffel-Held?

Wenn du hier wirklich ehrlich zu dir selbst bist, kann das erst einmal ganz schön weh tun. Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung und dein Selbst-Respekt steigt, sobald du dich der Problematik mutig stellst und die Entscheidung triffst, die Lusche hinter dir zu lassen.

Mann oder Memme – aus Sicht einer Frau

Für mich ist es extrem wichtig, ein gestandenes Mannsbild an meiner Seite zu haben. Ich bin kein zartes Mäuschen und fühle genau, dass mein Mann sich selbst respektiert. Es beeindruckt mich immer wieder, dass er sich von mir nicht „rumkuschen“ lässt. Nichts ist schlimmer als ein Wackel-Dackel. Mit einem Wackel-Dackel wollen wir nicht vögeln.

„Für guten Sex braucht es einen echten Mann mit Eiern in der Hose!“ Und ich meine das mehr im übertragenen Sinne ;-).

Einen „echten“ Mann erkennen wir Frauen an:

  • Seiner Körperhaltung
  • Einem festen Blick, der meinem Stand hält
  • Seiner Stimme und an seiner Sprache
  • An seinen Taten (labern kannst du viel, am Ende zählt das Ergebnis)
  • Daran, wie er mit seinen Kindern umgeht (gerade mit Babys und Teenagern)
  • Wie er Konflikte meistert

Das alles sind unbewusste und größtenteils nonverbale Signale. Die kannst du nicht ändern, wenn der Respekt zu dir selbst nicht gegeben ist. Wenn dir klar ist, dass deine Bedürfnisse genauso wichtig sind (und gleichberechtigt) wie die deiner Partnerin, dann drückst du das alles in deiner Haltung aus. Die kannst du nicht faken, sorry.

Steckst du mitten in einer Affäre, unter der du leidest, frage dich, ob das eine Pantoffel-Helden-Trotz-Reaktion ist, oder wirklich Liebe.

Wenn du zu wenig Sex, zu wenig Freiraum, keine Zeit für deine Träume, keine Unterstützung für deine Spinnereien, zu viel Genörgel und zu wenig Rückhalt hast, wird es Zeit, deine Wünsche anzusprechen und es auszuhalten, dass deine Frau angepisst ist. Glaub mir, auf Dauer wird sie deinen Respekt spüren und dich wieder respektieren.

Ein Held hat Eier in der Hose. Eine Memme nicht.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst
Melanie

PS. Der großartige Renè Borbonus hat einen tollen Vortrag über Respekt gehalten. Nimm dir die 20 Minuten, die lohnen sich!

PPS. Wenn ich dich unterstützen kann, deine Lusche hinter dir zu lassen, sag Bescheid. Ein Coaching mit mir tut Männern gut ;-).

https://app.podigee.com/podcasts/8590-liebe-leben-beziehung-anders-leben/episodes/121500#media-files 

Weibliche Sexualität, männliche Sexualität  und Beziehung

Wir haben uns gefragt, wie das funktioniert mit dem Leben in der Kommune und was es mit uns macht, uns in so ein Feld zu begeben. Was dabei herauskam war eine Entscheidung by „Inspired Action“. Aus dieser positiven Stimmung heraus haben wir das Pfingstfestival für die gesamte Familie gebucht. Ich kann Dir sagen, die Aufregung, die das in mir verursacht hat, war enorm. Immerhin sollte es um weibliche Sexualität, männliche Sexualität und verschiedene Aspekte von Beziehung gehen. Unsere Kinder fanden die Eröffnungsveranstaltung übrigens nur mäßig cool. Wir als Paar sind letztendlich in der Gruppe „Geborgenheit und Abenteuer“ gelandet, obwohl wir zunächst unterschiedliche Gruppen besuchen wollten. Mein 1. Learning: Ohne Sicherheit kein Wachstum. Auch nicht in Beziehungen. Und schon gar nicht, wenn Du in Deiner Beziehung und mit Deinem Partner gemeinsam wachsen willst.

Rückzug im Feld der Gruppenarbeit

Ich bin kein großer Fan von Gruppenworkshops, das liegt mir einfach nicht. Also habe mich bei den Großveranstaltungen eher zurückgezogen, während mein Mann sich viel und gut darauf einlassen konnte. Insgesamt ist das Angebot so groß und so reichhaltig, dass wir zwar viel mehr hätten wahrnehmen können, es aber nicht gemacht haben. Mein 2. Learning:
Wenn ihr als Paar im ZEGG oder einer ähnlichen Gemeinschaft ein Seminar oder eine Seminarwoche bucht, gebt dem anderen Raum für sich das Angebot wahrzunehmen, das für ihn passt. Es bringt weder etwas, dem, der mehr erleben möchte, das zu verbieten, noch dem, der weniger erleben möchte, versuchen zu pushen. Gespräch und im Austausch bleiben ist irre wichtig. Angst wird dir immer mal wieder begegnen. Sprecht darüber, tauscht euch aus, gebt euren Bedürfnissen Raum.

Geborgenheit und Abenteuer – was hat das Seminar mit mir gemacht?

Eines vorweg: es ist eine Grundregel im ZEGG, zu bewahren, was in der Gruppe passiert. Ich werde also nicht detailliert berichten. Und du kannst sicher sein, wenn du dort ein Seminar buchst und dich auf eine Erfahrung dieser Art einlässt, bist du sicher. Du kannst dich also wirklich frei zeigen und brauchst keine Angst zu haben, dass irgendwas nach draußen gelangt. Ich finde das wichtig, weil gerade Beziehungsthemen es ganz schön in sich haben können. Aber nun zu meiner Erfahrung! Meine erste und größte Erkenntnis ist, dass Geborgenheit und Abenteuer, soweit sie auch auseinanderliegen zu scheinen, in Wirklichkeit Hand in Hand gehen.
Wenn wir uns in unserer Beziehung nicht geborgen genug fühlen, dann haben wir keinen Spaß am Abenteuer und wenn wir nicht genug Abenteuer haben, dann macht uns die Geborgenheit eingeschlafene Füße und langweilt uns zu Tode!

Geborgenheit und Abenteuer in der Beziehung – die Balance macht’s

Für uns war das einer der Hauptgründe dafür, dass wir das Seminar gebucht haben. Der Austausch mit anderen, die Möglichkeiten der Weiterentwicklung in der Beziehung, gemeinsames Wachstum, all das wird dadurch möglich. Nicht jeder Mann und jede Frau und auch nicht jedes Paar steht auf eine Herausforderung in der Größenordnung. Von meinen Kunden weiß ich, dass sie sich noch eher übereinander ärgern. An so manchem Paar nagt die  Verzweiflung über die Schwere in der Beziehung. Die einen klagen über Zuviel Abenteuer die anderen über zu große Langeweile. Das sind alles Zustände, die ich aus eigener Erfahrung und aus über 1000 Coachings in den letzten 10 Jahren gut nachvollziehen kann. Ich weiß, dass man diese Schwierigkeiten überwinden kann. Das macht Platz für Neues. Ich arbeite inzwischen so lange und so intensiv mit Menschen, dass ich weiß, was es heißt in einer Krise zu stecken und auch, wie diese Krise überwunden werden kann. Im ZEGG ist übrigens auch die Idee zu meinem Sommerspecial geboren.

Intensität in der Beziehung – das ist wichtig in der Liebe!

Uns als Paar ist es wichtig, intensiv zu leben, auszukosten und dafür vielleicht auch mal durch ein dunkles emotionales Tal zu schreiten. Was es uns bringt, ist eine wunderschöne Lebendigkeit in unserer Beziehung, richtig schöne Zeiten und auch immer wieder Themen, denen wir uns stellen dürfen.
Das ist das Leben, das gehört dazu. Wichtig ist nur, wenn es ausweglos scheint, auch mal Hilfe von Außen in Anspruch zu nehmen. In jeder Beziehung geht es darum Kompromisse einzugehen, aber nur, wenn beide auch im eigenen Sein auf ihre Kosten kommen. Ich glaube, jede Beziehung ist es wert, sie sich genauer anzusehen und immer wieder aufzuräumen. Die Energie, die dadurch freigesetzt wird, ist enorm. Gerade in der Urlaubszeit kriselt es oft heftig zwischen Paaren. Fremdliebe oder Fremdverliebtheit, Betrug, Unzufriedenheit mit dem Partner ohne nennenswerten Grund, das alles ploppt auf und bewegt Paare. Liebesbeziehungen können herausfordernd sein.  Umso wichtiger ist es aus meiner Sicht, immer wieder einen entspannten Umgang miteinander zu erarbeiten. Meine Kunden buchen mich, aktuell über einen Monat im Rahmen meines Sommerspecial, einen meiner Online Kurse oder ein ganz spezifisch auf ihre Situation zugeschnittenes Coachingpaket. Ich wiederum buche andere Trainer, gehe selbst in die Paarberatung und bilde mich weiter. Wir machen das, weil es uns ein Anliegen ist, eine gute, erfüllte, abenteuerliche und geborgene Beziehung zu erleben. Weil wir dann mehr lachen können, lustiger sind und das Leben entspannter und leichter erleben. Für uns ist das inzwischen Präventivarbeit. Ich für meinen Teil kann das ZEGG nur empfehlen. Neugierig bleiben, Erfahrungen machen und zwischendrin den normalen Paar Alltag zu verlassen, das gibt dem Leben eine ganz andere Würze. Wenn es bei dir gerade kriselt, aus welchem Grund auch immer: nutze die Chance und sieh dir deine Beziehung vielleicht nochmal genauer an. Ich bin mir sicher, da steckt mehr drin, als du denkst. Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch! Herzlichst, Melanie

#107 Wie viel Wahrheit braucht die Beziehung wirklich? Oder wie viel Lüge rettet die
         Beziehung?


Zu diesem Thema wurde ich zum Interview von meiner wunderbaren Kollegin Elinor Petzold eingeladen.

 

In Beziehungen, das erlebe ich in meinem Coachingalltag immer wieder, wird ziemlich häufig gelogen. Deshalb sehen wir uns heute mal Wahrheit und Lüge genauer an.

Lügen in der Beziehung – böswillige Absicht oder Notwendigkeit
Meistens haftet Lügen keine Boshaftigkeit an. Viel eher geht es darum die langjährige Beziehung zu schützen.

 

Welche Gründe gibt es für eine Lüge?

a) Angst den Partner zu verletzen
b) Verlust der Partnerschaft
c) Das Leben zu führen, worauf man selbst Lust hat



Welchen Zweck erfüllt eine Affäre in unserem Leben?

 

Manche haben eine Affäre, um die Beziehung zu verlassen, manche haben eine Affäre, um in der Beziehung bleiben zu können. In einer unglücklichen Partnerschaft kann eine Affäre als Sprungbrett dienen, um die Beziehung endgültig zu beenden.

In anderen Fällen führt ein Paar eine langjährige gute Partnerschaft mit Haus, Familie und Kindern, Freundschaft. Eigentlich passt alles, aber manche Bedürfnisse werden nicht erfüllt und können nicht ausgelebt werden. Das muss nicht immer Sex sein.

Wie äußert sich das, wenn die Affäre die bestehende Beziehung unterstützt?

Eine meiner Kundinnen war 20 Jahre mit Ihrem Mann verheiratet, sie führten eine gute Ehe und waren auch freundschaftlich verbunden, aber sie konnte mit Ihm nicht über Sex reden. Er kam aus einer traditionell-verhafteten Erziehung und war im Umgang mit Sex eher schamhaft und offene Gespräche darüber waren nicht möglich. Daher war der Sex auch immer gleich und auf die Dauer langweilig. Als sie dann eine Affäre begann, habe ich ihr dazu geraden diese Affäre zu behalten. Warum?
Weil klar war, dass ihr Mann sein Verhalten nicht mehr ändern würde, und sie aber durch diese Affäre ihre Sexualität ausleben konnte, was ihr selbst guttat. Es ist jedoch selten, dass ich so einen Rat gebe, denn im Coaching kommt es immer auf die Gesamtsituation an.

Manchmal ist es wertschätzender in einer Beziehung zu lügen, als die Wahrheit zu sagen!

Dabei muss man die Persönlichkeit des Menschen beachten. Einige Menschen so wie ich, sagen alles frei heraus und können dabei mitunter sehr verletzend sein. Mein Mann dagegen verschweigt eher Sachen, um mich nicht damit zu belasten. Andererseits ist dies dann ebenso verletzend, wenn das Verschwiegene auffliegt. Da muss man sich dann schon irgendwie zusammenraufen.


Warum lügen wir in der Beziehung?  

Im Idealfall läuft es in einer Beziehung so, dass die Partner offen über Dinge sprechen können. Neue Inputs von außen, Ideen wie z. B. Auswandern oder ähnliches werden ausgetauscht und ein Gespräch entsteht.
Wie stellst du dir das vor?
Wie willst du das umsetzen?

Die Partner nehmen Anteil am Gehörten. Das vertieft eine Partnerschaft.

Stattdessen beschränken sich die meisten Gespräche in Beziehungen ab einem gewissen Punkt auf organisatorische Dinge.

Wer holt die Kinder ab?
Was gibt es zu essen?
Welches Parkett soll gekauft werden?

In vielen Beziehungen wird nicht über innere Vorgänge gesprochen. Unangenehme Dinge werden vermieden. Sexualität ist ein Tabuthema.

Wenn klar ist, wenn ich meinen Partner/meine Partnerin auf dieses Thema anspreche, fühlt er/sie sich verletzt, wird wütend oder verkriecht sich, um seine Wunden zu lecken, dann ist es schwierig offen zu sein. Da würde ich empfehlen, die Bedürfnisse in Häppchen preiszugeben, um den Partner oder die Partnerin nicht zu überrumpeln.

Unehrlichkeit in der Sexualität


Beim Sex sind wir übrigens am Unehrlichsten! Da lügt jeder von uns. Wir trauen uns nicht zu sagen: „Das gefällt mir nicht, was du da machst“. Das betrifft beide Partner. Es mangelt an Ehrlichkeit im Bett, aber wenn diese Unehrlichkeit dann in einer Affäre mündet, ist das Geschrei groß.


Ehrlichkeit in der Beziehung lernen

Wir sollten lernen ehrlich zu sein. Ehrlich zu uns selbst. Du kannst es nicht immer jedem recht machen dazu musst Du stehen. „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.“
Irgendjemand wird immer etwas an dir doof finden. Sieh in den Spiegel und frage dich:
ist es das was ich wirklich will?

Werde ich die Art, wie ich lebe an meinem Lebensende bereuen?

Bin ich bereit mir meine Wünsche zu erfüllen und nicht die Erwartungshaltung anderer zu befriedigen?

Es geht darum die innere Freiheit größer zu machen. Gerade auch wenn es um den engsten Kreis geht: Partner, Kinder, Eltern… Deren Erwartungshaltung entspricht nicht immer unseren Wünschen.

 


Muss ich die Wahrheit immer aussprechen?

Jein. Du musst dir der Konsequenzen bewusst sein.
Welche Auswirkungen hat es, wenn ich meinem Partner die Wahrheit erzähle? Wälze ich nicht einfach nur mein schlechtes Gewissen ab und der andere muss zusehen wie er mit der Wahrheit klarkommt? Führt ein einziger, unbedeutender Seitensprung zum Ende der langjährigen Beziehung? Alles hat seinen Preis.
Bevor du voreilig die Wahrheit preisgibst, solltest du dir gründlich überlegen, welche Nachwirkungen diese hat. 



Wenn Ihr Fragen habt rund um das Thema Affären, Sexualität, Fremdgehen, Betrogen usw. habt, meldet Euch bei mir!


Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch! 

Herzlichst, 
Melanie

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