Mein Mann betrügt mich – was nun?

Mein Mann betrügt mich#071: „Mein Mann betrügt mich, was kann ich tun?“ Was kannst du tun, wenn es für ein mögliches Fremdgehen Anzeichen gibt? Wie gehst du damit um, wenn du glaubst, dass dein Partner dich betrügt? Wie geht es dann weiter? Hier bekommst du Antworten an einem Beispiel aus meiner Coaching-Praxis.

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Sabrina & Florian*

Da war es wieder! Dieses komische Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Vor drei Jahren hat sie genau dasselbe gefühlt. Einige Wochen hat sie ihn genau beobachtet. Stück für Stück alle Indizien gesammelt und ihn schließlich zur Rede gestellt. Sabrinas* Verdacht hat sich bitter bestätigt und ist zur gnadenlosen Gewissheit geworden.

Mein Mann betrügt mich!

Als seine Affäre aufgeflogen ist, war nichts mehr, wie es war. Ihr hat es schier den Boden unter den Füßen weggezogen und sie stand vor den Trümmern ihres Lebens. „Er hat mich betrogen und jetzt tut er es wieder?“, fragt sie sich selbst und ist fassungslos. Sie kann nicht glauben, dass er nichts kapiert hat und ihre Ehe schon wieder aufs Spiel setzt.

Durch hilfreiche Blogartikel und die Gespräche mit ihrer besten Freundin Mona, die zum Glück ganz locker und entspannt reagiert hat, konnte sie mit der Situation damals fertig werden. Aber es war alles andere als einfach.

„Mein Mann geht fremd“, platzte sie heraus und die Tränen flossen unaufhaltsam ihre Wangen hinunter. „Er hat eine Geliebte!“ Die Wahrheit war so schmerzhaft und gleichzeitig hat es ihr gut getan, sie auszusprechen. Mona* war die einzige, die nicht zur sofortigen Trennung geraten hat und ihren Mann nicht verurteilt hat. Alle anderen Ratschläge waren völlig überflüssig und haben ihr absolut nicht geholfen.

Untreue Männer: Einmal Betrüger – immer Betrüger?

„Setz ihn vor die Tür! Der tut sowas doch immer wieder! Dem kannst du nie wieder vertrauen! Lass dir das bloß nicht gefallen! Zahl es ihm heim! Untreue Männer sind es nicht wert, dass du ihnen verzeihst. Du hast was Besseres verdient!“ Das waren die Kommentare, die sie von eine Kollegin bekommen hatte, die sie weinend in ihrem Büro vorfand.

Zu dieser Zeit hat sie sich gewünscht, sie hätte die Klappe gehalten. Sie liebte Florian* und wollte ihm eine Chance geben. Außerdem hatte sie überhaupt keine Lust, mit drei kleinen Kindern alleine dazustehen. Nur Mona hat das verstanden und sie unterstützt, ihrem Herzen zu folgen und nicht ihrer verletzten Eitelkeit.

Doch was, wenn die Kollegin Recht hatte? Was, wenn sie sich getäuscht hatte und er diese Chance gar nicht verdient hat? Was, wenn er es wieder tut?

Betrügt er mich?

Sie traut sich kaum, sich selbst diese Frage zu stellen. In letzter Zeit ist er so abwesend, er benutzt sein Handy mehr als sonst und kommt öfter mal spät von der Arbeit nach Hause. Sie ist wütend und sie hat Angst. Große Angst.

Tausend Gedanken rauschen durch ihren Kopf: „Oh Mann! Bitte nicht schon wieder! Mein Mann hat mich betrogen und ich habe ihm verziehen! Bitte lass es diesmal ein Missverständnis sein! Bitte lass mich das nicht nochmal durchmachen müssen! Das packe ich nicht.“

Durch ihre Erfahrungen merkt sie es jetzt viel schneller, dass hier irgendwas schief läuft. Sie nimmt die Anzeichen wahr, die sie beim letzten Mal viel zu lange übersehen hat. Damals hat sie viel zu lange an sich selbst gezweifelt und ihrer Wahrnehmung nicht vertraut. Sie hat sich lange eingeredet, dass sie spinnen muss und dass das gar nicht sein kann.

Jetzt oder nie!

Sie hat etwas Wichtiges gelernt damals. Ehrlichkeit macht das Leben leichter. Auch wenn sie schmerzhaft ist. Also Flucht nach vorne antreten! Hilft ja nix. Noch am selben Abend spricht sie lange mit Florian. Und tatsächlich – es gibt eine andere Frau!

Seine neue Kollegin hat es ihm angetan. Diesmal betrügt er sie nicht körperlich. Es läuft nichts zwischen ihnen, außer dass sie sich super verstehen (zumindest beteuert er das). Er kann so toll mit ihr reden und sich über Dinge austauschen, die Sabrina nicht interessiert. Er fühlt sich verstanden und genießt das Gefühl angehimmelt zu werden. Sie liegen irgendwie auf einer Welle, wie er das nennt.

Es ist mehr eine Freundschaft und (noch) keine emotionale Affäre. Doch wer weiß, wie es sich entwickelt hätte, wenn Sabrina ihn nicht darauf angesprochen hätte. Die Offenheit, über alles reden zu können, ist aus meiner Sicht ein großer Erfolgsfaktor für eine erfüllte Langzeitbeziehung. Unstimmigkeiten müssen auf den Tisch, damit sie nicht unter dem Teppich vor sich hingammeln und Schaden anrichten.

Körperliche Untreue – emotionale Untreue

Was ist schlimmer? Für Frauen fühlt sich emotionale Untreue tatsächlich bedrohlicher an, als einfach nur Sex. Sabrina spürt heftige Eifersucht. Dazu kommen starke Zweifel. Hält ihre Ehe das aus? Soll sie sich nicht doch lieber trennen? Bevor er sie verlässt?

Normalerweise kann sie sich zu 100% auf ihn verlassen. Warum lässt er sie jetzt schon zum zweiten Mal hängen? Warum tut er ihr das an? Die Enttäuschung ist riesig. Kann sie ihm jemals wieder vertrauen? Soll sie ihm wirklich verzeihen oder ist es jetzt einfach zu spät?

Zu tiefe Kerben hat er in ihr Vertrauen geschlagen. Zu viele Wunden hinterlassen und sie zu stark verletzt. Hätte er sich nochmal betrogen, müsste sie sich überlegen, ob sie bereit ist, ihm nochmal zu verzeihen. Das hängt stark von den Lebensumständen ab. Einige meiner Kundinnen und Kunden schaffen es auch, mehrfache Affären zu verzeihen und wieder glücklich zu werden. Was braucht es dafür?

Affäre verzeihen – Was hilft wirklich?

Ich habe eine Umfrage an Betrogene gerichtet, um herauszufinden, was nach einer Affäre die größte Hürde ist, der größte Schmerz, was geholfen hat und was nicht, sowie, was sie anderen Betroffenen raten würden.

Die Ratschläge aus dem Bekanntenkreis waren meist wenig hilfreich. Die Befragten hätten sich jemanden gewünscht, der zuhört und den Betrüger nicht sofort verurteilt.

Das sind die Tipps von Betrogenen an Leidensgenossinen (Original-Wortlaut):

  • Keine vorschnellen Reaktionen, sondern erst Dampf ablassen und dann entscheiden.
  • Sich professionelle Hilfe suchen. Die Ursache finden und daran arbeiten.
  • Sich auf sich selbst zu besinnen, zu fragen was ich will bzw. was es mit mir zu tun hat. Zu erkennen, was in der Beziehung gefehlt hat und sich bewusst zu machen, ob man sich evtl. eh schon in zwei verschiedene Richtungen entwickelt hat.
  • Es hilft zu erfahren, warum der Partner so gehandelt hat. Nachdem der erste übermächtige Schmerz überwunden ist und von beiden Seiten Liebe und Bereitschaft besteht, die Beziehung aufrecht zu erhalten, lohnt es sich, die Beweggründe herauszufinden. Oder auch mal gemeinsam(!) darüber nachzudenken, ob der Partner wirklich alle Bedürfnisse befriedigen kann und muss.
  • Sich zu fragen, weshalb man das kreiert hat (für Fortgeschrittene), was die eigenen Anteile sind, was man daraus lernen kann und ob man verzeihen kann und noch mit diesem Partner zusammen sein möchte. Ich würde nur empfehlen, zusammen zu bleiben, wenn echte Vergebung stattfinden kann, sonst vergiftet das Nichtvergeben die weitere gemeinsame Zeit. Ansonsten vielleicht lieber trennen, das Thema aufarbeiten und einen neuen Anlauf (ggf. mit einem neuen Partner) nehmen.

Paarberatung

Sabrina bucht ein Beziehungscoaching. Konkret will sie wissen, ob sie sich nun trennen soll. Sie ist sich nicht mehr sicher, ob Florian überhaupt treu sein kann und will. Im Coaching stellen wir gemeinsam fest, dass sie sich auch an die eigene Nase fassen darf, weil beide ihre Beziehung als Selbstverständlichkeit sehen, wenig Energie einsetzen und kaum miteinander sprechen.

Im Alltag stehen die Kinder im Vordergrund, sie nehmen sich wenig Zeit für sich alleine und leben viel Familie und wenig Paar. Darüber hinaus stelle ich die Frage, wer denn darüber entscheidet, mit wem sich Florian treffen darf, mit wem er sich unterhalten darf und letztlich mit wem er Zärtlichkeiten austauschen darf. Ist doch klar, dass er es toll findet, wenn ihm eine Frau wirklich zuhört.

Eine Trennung ist nicht der richtige Weg. Sie lieben sich und sie sind gerne zusammen, auch wenn sie sich im Alltag immer wieder als Liebespaar aus den Augen verlieren. Sabrina legt sich ins Zeug. Das hat sie kurz nach der Affäre auch getan, aber wieder schleifen lassen. Sich um den Partner zu bemühen, ist eine langfristige Aufgabe.

ADS – Abenteuer-Defizit-Syndrom

Darunter leiden auch viele Menschen und Paare. Ihr Leben läuft so dahin. Das Abenteuerlichste ist der Krimi im TV oder das Spiel der Lieblingsfußballmannschaft. Menschen sind gelangweilt von ihren Jobs und von ihrem Alltag daheim. Eine Affäre fühlt sich nach Lebendigkeit an und nach Freiheit. Nach Selbstbestimmtheit und Autonomie.

Sabrina und Florian sind jetzt mitten im Prozess, ihre Ehe auf das nächste Level zu heben. Sie haben bereits einige Gespräche geführt, auch über ihre gemeinsamen Ziele und ihre Wünsche, wie sie ihre Beziehung in Zukunft leben wollen. Beide sind motiviert, etwas zu bewegen, weil sie sich lieben.

Dein Partner gehört dir nicht

Die meisten Menschen halten Treue für super wichtig. Und viele gehen trotzdem fremd. Hier stimmt doch was grundsätzlich nicht. Es ist überhaupt nicht möglich, eine Beziehung so perfekt zu leben, dass sie gegen Untreue immun wäre. Es ist überhaupt nicht möglich, ALLE Bedürfnisse eines Menschen ein Leben lang zu erfüllen. Selbst die tollste Ehefrau kriegt das nicht hin.

Florians Kollegin ist ihm wichtig und das ist völlig ok. Sabrina kann nicht ALLE seine Bedürfnisse abdecken und manchmal brauchen auch Männer eine andere weibliche Bezugsperson, mit der sie sich austauschen können. Da er sie schon einmal betrogen hat, ist es für die beiden wichtig, ihre Grenzen abzustecken und gemeinsam zu klären, wie intensiv der Kontakt zur Kollegin sein muss und kann.

Vertrauen wieder aufbauen

Für Sabrina ist es wichtig, ihm vertrauen zu können. Er sagt ihr jetzt einfach, wenn er sich nach der Arbeit noch auf ein Bier mit ihr trifft und berichtet von diesen Treffen. Die Kollegin weiß von Sabrina und auch wenn sie manchmal ein wenig flirten, stellt er klar, dass er in einer Beziehung ist. Vielleicht ist es irgendwann sogar möglich, dass Sabrina die Kollegin kennen lernt.

Zusätzlich stärkt sie ihr Selbstwertgefühl und das Vertrauen ins Leben allgemein. Solange ihr Lebensglück von Florian abhängt, solange sie auf SEIN Verhalten angewiesen ist, um sich gut zu fühlen, hat er die Macht über ihr Leben und ihre Glück. Sie muss ihre Stabilität und Stärke auch in sich selbst finden.

Damit ist die Kuh noch nicht vom Eis und es gibt auch keine Garantie, dass beide für immer treu bleiben. Diese Garantie gibt es nie. Doch es gibt immer einen Weg aus der Krise. Immer! Und dieser Weg führt nicht über Kontrolle, sondern über Vertrauen und über die Liebe.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst
Melanie

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* Sabrina heißt natürlich nicht Sabrina und alle anderen Namen sind ebenfalls frei erfunden.

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