Selbstliebe und Weiblichkeit

Selbstliebe und Selbstachtung lernen

Die Selbstachtung übernimmt im Alltag dieselben wichtigen Funktionen wie der Respekt gegenüber anderen Menschen. Ohne sie fehlt die wertvollste Voraussetzung für eine persönlich ausgeglichene Zufriedenheitsbalance im eigenen Leben.

Achtung vor sich selbst zu haben und zeitgleich wohlwollende Wertschätzung dem eigenen Ich entgegenzubringen, schützt vor negativen Einflüssen. Doch um herauszufinden, was dies genau bedeutet, gilt es zu erkunden, wie wir unsere Anerkennung bei Personen im Umfeld ausdrücken.

Stellt sich die Frage: Wie gehen wir eigentlich mit Menschen, die wir mögen, achten, schätzen und respektieren um? Sehr wahrscheinlich überlegen wir uns gesprochene Worte genau, kritisieren niemals abwertend und beschimpfen sie nicht. Wir sind in jedem Augenblick darum bemüht, Freunde fair zu behandeln und machen uns Gedanken, womit wir sie überraschen können und vertrauen ihren Fähigkeiten. Exakt dieses Empfinden von Selbstachtung trägt wesentlich zu einem gesunden Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl bei – eine der wichtigsten Bausteine für ein glückliches Leben.

Selbstablehnung oder mangelndes Ehrgefühl führt im Gegensatz dazu, dass wir uns permanent
hinterfragen, Angst haben auf andere zuzugehen und uns vieles gefallen lassen. Das körperliche und seelische Wohl nimmt Schaden.

So erlangst du eine gesunde Selbstachtung

Mit welchen Worten sind Tadel und Beschimpfungen zu wählen, wenn es um einen Menschen geht, den man achtet und mag? Würde ich mit einem Freund ähnlich abwertend sprechen wie zu mir selbst? Vermutlich nicht. Bei einem Freund hättest du sehr wahrscheinlich Nachsicht und würdest ihm Schwächen und Fehler verzeihen. Diese Form des Mitgefühls ist eine äußerst wichtige Eigenschaft, die wir jederzeit auch uns entgegenbringen können. Selbstmitgefühl gilt als Art der Selbstachtung. Sich selbst zu achten, vermag der erste Schritt zu sein, auch wenn nichts 100%ig perfekt ist. Fehler und Macken gehören zum Leben dazu, sie zu akzeptieren und zu verzeihen, ist die wichtigste Voraussetzung.

Ebenso beachtenswert für den Erhalt und den Aufbau der Selbstachtung sind Forderungen und Maßstäbe. Wer von sich Perfektion verlangt, bekommt keinesfalls ein größeres Ego. Unsere Selbstachtung erhält jedes Mal einen „Rückschlag“, sobald wir Schwächen oder Fehler zeigen. Reiht sich das Verlangen der/die Beste sein zu wollen nach hinten, nimmt die Wertschätzung des eigenen Ichs wiederum zu. Führen Perfektion und das Erreichen des Unmöglichen zwangsläufig zum Scheitern, verringert sich die Achtung vor uns erneut. Lege Wert darauf, niemals etwas zu erwarten, das außer Reichweite liegt, diese Dinge verdammen zum Scheitern und lassen dich mit noch weniger Selbstwertgefühl zurück.

Was ist Liebe?

Theoretisch weiß es jeder, praktisch präsentiert sich die Umsetzung äußerst unterschiedlich. Unliebsame Eigenschaften bleiben nicht lange im Verborgenen, doch muss man den Partner, Freunde oder Menschen im Familienverband gleich ändern? Personen mit allen Ecken und Kanten zu lieben, kann zu einer Herausforderung werden. Wahre Liebe beginnt da, wo wir aufhören unpraktische Wesenszüge verändern zu wollen, sie zeigt wahre Stärke und Größe. Es entsteht eine gesunde Distanz durch Akzeptanz und gleichzeitige Nähe.

Liebe versucht in allen Punkten zu verstehen, denn nicht jede Erfahrung ist immer schön und hinterlässt seelische Narben sowie Schmerzen. Das Erwachsenenalter fügt weitere Wunden hinzu, gegenseitiges Verständnis aufzubringen, erfordert Bereitschaft. Daher wird Liebe mit Achtsamkeit und Respekt definiert, zeigt sich offen und bewusst kommunikativ.

Wer liebt ist ebenso geduldig wie einfühlsam. Liebe in Partnerschaften darf unartig und sexy sein, Wünsche erfahren Gehör. Vertrauen und verzeihen stehen auf der Skala der Frage „Was ist Liebe“ ganz weit oben. Finden wir uns in Beziehungen wieder, die uns mit all unseren Bedürfnissen und Vorzügen akzeptieren, ist der Weg zur Selbstliebe weniger steinig.

Selbstliebe lernen

Das eigene Ich zu lieben und mit allen Ecken und Kanten zu akzeptieren, mag für viele Menschen falsch oder egoistisch erscheinen. Doch diese Art von Ehrlichkeit verzeichnet zahlreiche positive Auswirkungen, aber in erster Linie ist Selbstliebe zu erlernen.

Die meisten sehnen sich danach, von Menschen im direkten Umfeld geliebt oder gemocht zu werden. Sie wenden sehr viel Energie und Zeit auf, um Anerkennung und Zuwendung zu bekommen. Manche geben ihre Wünsche vollständig auf, nur um zu gefallen. Sich selbst zu lieben, hat daher einen fahlen Beigeschmack. Du liebst deine Kinder, deinen Partner und die Familie? Gerade in ihrem Umfeld kann es öfter passieren, dass du dich unsicher fühlst und siehst möglicherweise nur die negativen Seiten. Auf Dauer ist dieses Verhalten nicht gut für die eigene Entwicklung. Dabei gibt es ein paar Dinge, die ideal dabei helfen das Selbstwertgefühl zu stärken.

Selbstmitgefühl zeigen

Harsche Selbstkritik ist ab sofort verboten! Als Persönlichkeit mit Respekt und Verantwortung ist Größe die wahre Stärke. Sich zu akzeptieren, wie man ist, mit allen Fehlern, lautet das Motto. Sobald sich Kontrahenten zu Wort melden, einfach die Meinung zulassen, aber auf dem Standpunkt der eigenen Perspektive beharren. Die Diskussion wird ein schnelles Ende finden. Habe Geduld und Verständnis für Schwächen – das ist eine wichtige Etappe für dein Selbstmitgefühl.

Lob & Nachsicht

Auch für kleinste positive Entwicklungen und Fortschritte ist Lob angesagt. Auf dem Weg zu deutlich mehr Selbstliebe bauen aktive Worte auf, Kritik hingegen schwächt diese Position. Wer nachsichtig ist und Neues lernt, darf nicht davon ausgehen, dass alles auf Anhieb klappt. Deshalb sprich dir Mut zu und stärke dir den Rücken, sobald Zweifel aufkommen.

Schenke dir ein Lächeln

Wo immer ein Spiegel in der Nähe ist – schau hinein und lächle. Ein liebevolles „Hallo“ hilft dabei, mehr Toleranz walten zu lassen und Schwächen mehr Raum zuzugestehen. Sensible Betrachtungsweisen sind erwünscht, mit Kritik sollte man ganz klar sparsam umgehen.

Dein bester Freund bist du selbst

Was machen gute Freunde füreinander? Sie motivieren sich, bauen auf, haben ein offenes Ohr für Nöte und Sorgen. Sei dir ein Freund und unterstütze dich in allen Belangen. Dies ist ein optimaler Moment, um alles, was körperlich oder seelisch nicht gut tut, zu entsorgen. Menschen mit negativen Eigenschaften und fragwürdige Situationen dürfen keine Chance erhalten, zu wirken und Unfug zu treiben. Sich selbst mit Wertschätzung und Liebe zu begegnen, bedeutet nicht, ein Narzisst zu sein und selbstverliebt in den Spiegel zu sehen, sondern eine Behandlung zu erfahren, die jener eines besten Freundes gleicht.

Selbstliebe üben

Sich selbst zu lieben, ist für die meisten Menschen wohl die größte Herausforderung. Wie vielen gelingt es, sich vor den Spiegel zu stellen und zu sagen: Ich bin wertvoll und liebe mich? Diese Worte kommen kaum über die Lippen. In nahezu allen Personen regt sich unbehaglicher Widerstand, der nicht erklärbar erscheint. Daher widmet sich der erste Schritt zur mehr Selbstliebe der inneren Überzeugung, diese Zuneigung absolut verdient zu haben. Dank dieser Kraft erhöht sich das Maß wohlwollender Gedanken, die mit wenigen Übungen zur wichtigen Selbstliebe heranreifen.

Bedingungsloses akzeptieren der eigenen Person schafft die Voraussetzung für ein glückliches Leben. Jeder Mensch erlebt Tage, in denen an Wohlfühlen nicht zu denken ist, man negative Erfahrungen mit Fehlern macht oder dem Scheitern von Vorhaben hoffnungslos ausgeliefert ist. Vielleicht hilft in diesem Moment ein Blick in den Spiegel. Es ist kein perfekter Mensch, der uns entgegensieht, auch kein idealisierter Körper, den uns Gesellschaft und Medien so gerne vorgaukeln. Aus der eigenen Haut fahren funktioniert nicht, sie gehört aber zu uns. Macht Individuen einzigartig und ist als Schönheit anzuerkennen. Nur auf diese Weise ist es möglich, ein Leben in Zufriedenheit und mit Selbstliebe zu führen.

Selbstliebe schützt

Wer mit sich selbst im Reinen ist und lieben kann, bewahrt sich vor Krisen und ist in der Lage, Halt zu geben. Selbstliebe befreit von Äußerlichkeiten oder Dingen und aus der Abhängigkeit von Menschen. Es gibt manche, auf die wir uns verlassen können, auch wenn Fehler begangen wurden. Doch Familie und Freunde können nicht immer und rund um die Uhr da sein. Verlassen kannst du dich am ehesten auf dich selbst.

Positive Eigenwahrnehmung

Was hat ein Leben ohne Selbstliebe zu bieten? Angst, Schuldgefühle, unterdrückte Bedürfnisse und Verunsicherung. All diese Mechanismen und Emotionen sind permanente Begleiter und verhindern im falschen Augenblick die Schönheiten der Welt bewusst wahrzunehmen. Niemand wird mit dem richtigen Maß an Selbstliebe geboren, diese Eigenschaft ist erlernbar und jeder Mensch hat ein Recht darauf, sie zu leben. Entlasse Gedanken aus deinem Kopf wie: „Ich kann mich nicht lieben.“

Warum Selbstliebe schwerfällt

Fehlender Einklang mit dem eigenen Ich macht zwischenmenschliche Beziehungen so kompliziert. Häufig wird für diesen Mangel eine Art Kompensation gesucht. Das kostet Unmengen an Energie und verhindert, die Sicht auf die schönen Dinge des Lebens oder auf besondere Begegnungen mit anderen Menschen. Dieses Defizit können auch Partner, Freunde oder Familie nicht beseitigen. Mechanismen, die eine verzerrte Wahrnehmung verursachen und verhindern, dass man sich akzeptiert und lieben lernt mit allem, was uns ausmacht. Regelmäßige Übungen helfen dabei, Selbstliebe nachhaltig zu stärken, doch bevor die Arbeit mit uns selbst beginnt, lohnt es sich die Ursprünge bewusst zu machen:

  • Erfahrungen in der frühesten Kindheit aufdecken.
  • Das perfekte Ich vorgaukeln.
  • Erlebte Zurückweisung als schmerzhafte Erfahrung definieren.
  • Eigenes Scheitern als Trigger entlarven.

Selbstliebe Meditation

Manchmal ist es alles andere als leicht, sich selbst mit Liebe und Sanftheit zu begegnen. Viele von uns müssen diese Art von Akzeptanz erst einmal üben. Dabei ist Selbstliebe der Schlüssel für alles, was wir uns wünschen und brauchen, um glücklich zu sein. Sobald wir in Zuversicht uns selbst mit liebevoller Aufmerksamkeit begegnen, ist es möglich für andere da zu sein. Es ist der Start in ein Geben ohne Gegenleistung und eine Fülle an positiver Energie. Selbstliebe Meditation hilft, das Grau aus dem Herzen zu verbannen und der Kälte keine Chance zu lassen.

Radikal glücklich? Konzentriere dich darauf Mängel nicht zu nähren, sondern das, was gerade fehlt voller Kraft und Liebe aufzusaugen. Über das Unterbewusstsein steuern wir wesentliche Entscheidungen und Wahrnehmungen, ohne dies der Bewusstseinsebene zuzuordnen. Jede Menge Gedanken, Gefühle und andere Missempfindungen werden hier gebunkert.

Wer einen großen Teil des Lebens mit Minderwertigkeitskomplexen und zehrenden Beziehungen verbracht hat, hat sein Unterbewusstsein unbewusst auf Kritik eingestellt. Es fällt schwer Komplimente anzunehmen und selbstbewusst durch den Tag zu gehen, passend zur inneren „Programmierung“.

Um Selbstliebe zu lernen, hilft Meditation – einfach abschalten und Theta-Wellen aktiv werden lassen. Alles, womit Ohren während der Sitzung konfrontiert sind, nimmt direkten Einfluss auf das Unterbewusstsein. Bestärkende Gedanken wirken daher auf einer anderen Ebene und Selbstliebe kann sich vom Inneren heraus aufbauen. Mehr Ruhe und Zufriedenheit, ein gestärktes Körperbewusstsein oder der Weg zu den wohlverdienten Glücksgefühlen steht dir offen.

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Alternativ zur Meditation erreicht das Selbstliebe-Buch ein Ziel mit einer unterschiedlichen Herangehensweise. Wer lieber liest, statt zu meditieren, findet im Buch von Stefanie Stahl mit dem Titel „Jeder ist beziehungsfähig“ Antworten auf zahlreiche Fragen.

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Melanie Mittermaier Affärenmanagerin

Melanie Mittermaier

Affärenmanagerin, Paarberaterin, Beziehungscoach.

Ich begleite dich auf deinem ganz individuellen Weg in eine authentische Liebesbeziehung – egal, wie diese für dich persönlich aussieht. Auch, wenn du im Moment kein Licht am Ende des Tunnels siehst: Gemeinsam finden wir die Lösung, die sich für dich richtig anfühlt!