Sex mit SpaßWir radeln mit unserem Tandem den Brenner hoch. Das Wetter ist traumhaft und die Landschaft wunderschön. An diesem Tag haben wir bereits einen Platten und einen Gewitter-Schauer gemeistert. Nun ist unsere Herausforderung die Überquerung des Alpenhauptkamms.

„Ab dem Brenner geht es nur noch bergab.“ ermutigt mich mein Mann. „Gleich haben wir’s geschafft!“ Phu! Endlich oben!

Transalp Brenner

Kurz vorm Brenner

Der Radlweg nach Südtirol führt entlang der ehemaligen Bahnstrecke und geht keineswegs nur bergab. Fix und fertig (also ich) kommen wir in Sterzing an. Nach über 100 Kilometern Tagesetappe ergattern wir das letzte freie Zimmer in der Gegend. Die Rezeptionistin überreicht uns den Schlüssel mit dem Kommentar, dass es leider nur zwei Einzelbetten gibt und kein Doppelbett.

„Gott sei Dank!“ denke ich mir heimlich. „Dann habe ich heute Nacht meine Ruhe.“ Weit gefehlt. Mein Mann kuschelt sich zu mir. „Mist! Ich habe heute schon den Brenner geschafft, wie viele Gipfel soll ich denn noch erklimmen?“

Ich rechne nach, wann wir zum letzten Mal Sex hatten und es ist schon eine Weile her. Wieder Mist! Mein schlechtes Gewissen redet mir ein, dass ich jetzt wohl mitmachen muss.

Am nächsten Morgen bin ich stinksauer. Auf mich! Wieder einmal habe ich nachgegeben, obwohl ich überhaupt keine Lust hatte. Wieder einmal habe ich mich nicht getraut zu sagen, dass ich nicht will. An diesem Punkt treffe ich die Entscheidung, das ab sofort bleiben zu lassen. Ich versprach mir selbst, nur noch Sex zu haben, wenn ich wirklich will.

Schweigend radeln wir den ganzen Vormittag weiter Richtung Gardasee, bis ich mittags meine schlechte Laune soweit im Griff habe, dass ich endlich mit Andi darüber sprechen kann. Es war ein gutes Gespräch und er war sehr verständnisvoll. Auch er hat gespürt, dass Sex aus Pflichterfüllung zwar den Druck abbaut, aber wenig sinnlich und leidenschaftlich ist.

Wir haben ausgemacht, dass ich sage, was ich will und was nicht. Und dass er das respektiert. Dieses Gespräch hat eine Wende in unserer Sexkrise herbeigeführt.

Eine Krise ist immer auch eine Chance!

Auf meiner Seite und meinen Social-Media-Kanälen findest du jede Menge kostenfreie Information, um deine Beziehung neu zu gestalten.
Wenn du direkt mit mir arbeiten willst, kannst du hier ein Coaching für dich oder für euch als Paar buchen.

Viele Frauen erzählen mir ganz ähnliche Geschichten. Sie schlafen mit ihren Männern aus Angst, er könnte sonst fremdgehen oder weil es Stress gibt. Aber nicht aus eigener Lust und Freude.

Mädels: Hört auf damit! Das macht euch keinen Spaß und euren Männern auch nicht. Der Groll gegenüber den Männern wird immer schlimmer und die Lust immer weniger. Dafür werden Druck und Schuldgefühle immer mehr. Das ist eine Abwärtsspirale.

Jetzt wirst du vielleicht denken: „und dann? Ich kann ja wohl nicht verlangen, dass mein Partner auf Sex verzichtet.“ Stimmt!

Kein Sex ist auch keine Lösung

Und ganz ehrlich – für immer auf Sex zu verzichten wollen wir doch alle nicht. Am Anfang jeder Beziehung können wir es kaum erwarten, wann wir den Geliebten endlich wieder sehen und spüren dürfen. Wir freuen uns tagelang auf ein Treffen und überlegen uns, welche Unterwäsche wir tragen werden. Willst du das für immer begraben?

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich gerne Sex habe. Ich will meine Sinnlichkeit, Lust und Leidenschaft ausleben. Nicht ganz so oft, wie er will, aber doch öfter, als ich dachte, dass ich es will.

Timmelsjoch

Timmelsjoch – fast oben

Und siehe da – auf unserer Transalp im darauffolgenden Jahr bin ich über das Timmelsjoch geradelt und konnte am selben Nachmittag noch lustvollen Sex genießen. Weil ICH es wollte!

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst

Melanie

PS. Teile den Artikel mit deinen Freunden. Danke!

PPS. HIER findest du Artikel, die dir helfen, deine eigene Lust wieder zu erwecken und zu trainieren.

Wenn du Fragen hast… 

Dort gibt jeden Monat ein LIVE Webinar und eine Q&A Session!
Fragen über die Website oder über PN auf meinen Social-Media-Kanälen werde ich nicht beantworten. Für mich ist das eine Sache der Verantwortung.

Wenn es bei dir heftig kriselt, wenndu emotional „durch“ bist, dann helfen dir Tipps im Chat einfach nicht. Dann gehörst du in professionelle Hände und dann bitte ich dich: such‘ dir Hilfe!
Ich kann nur mit dir arbeiten, wenn du mich als deine Paarberaterin oder deinen Coach beauftragst. Lies gerne in meinem Blog, abonniere meinen Podcast oder nutze die Community zum Austausch in der Gruppe aber vor allem: nimm ein Coaching in Anspruch – ob bei mir oder meinen Kollegen.
Das solltest du dir wert sein!