Motivation in der Beziehung – Unterstützt dich dein Partner? Oder bremst er dich aus?

Folge 040 – Motivation in der Beziehung – Unterstützt dich dein Partner, das Beste aus dir raus zu holen? Oder bremst er/sie dich aus? Und du? Ermutigst du deinen Partner/deine Partnerin vorwärts zu kommen?

MotivationDieser Beitrag ist Teil einer Blogparade „Motivation zum Sport“ von Marathon-Vorbereitung.com. Philipp Stelzel aus Wien hat mich angeschrieben, dass es aus Sportler-Sicht cool wäre zu erfahren, was für die Beziehung hilfreich ist und was nicht. Wie sich Paare zum Sport motivieren und was es zu beachten gibt. Da bin ich doch gern dabei!

Shownotes:

Heute morgen laufe ich seit Wochen mal wieder meine Runde. Obwohl ich krank war und die Erkältung noch nicht ganz verschwunden ist, sind die 5 Kilometer kein Problem. Ok, ich bin so langsam, dass mein Mann umfallen würde, wenn er neben mir herlaufen müsste. Aber immerhin kann ich durchlaufen.

Noch vor ein paar Jahren wäre das undenkbar gewesen. Zum 10. Hochzeitstag habe ich von Andi einen Ipod bekommen, mit dem ich meine Läufe aufzeichnen kann. Angefangen habe ich mit einem Kilometer laufen, einem Kilometer gehen und mit Müh und Not hab ich drei Kilometer geschafft.

Nach einer Weile war ich so fit und motiviert, dass ich sogar 10 km in einer Stunde gelaufen bin. Und mich völlig geschrottet habe. Seither laufe ich keine Wettkämpfe mehr, sondern nur für mich meine 5 km um meinen Kopf frei zu blasen und um mehr essen zu können.

Die Motivation zum Sport hab ich meinem Mann zu verdanken

Als wir uns kennen gelernt haben, war ich Boogie Woogie Tänzerin in einer sehr erfolgreichen Mannschaft. Ich hatte weder ein Fahrrad noch Turnschuhe oder Funktionsklamotten. Als Hallensportlerin brauchte ich nur eine Leggings, ein T-Shirt und meine Tanzschuhe.

Vor unserer Hochzeit habe ich mir ein Mountainbike gekauft – nicht aus Leidenschaft, sondern aus Liebe. Meine Freundin hat fassungslos den Kopf geschüttelt. Schließlich war ich diejenige, die stets laut verkündete, wie bescheuert jemand wäre, der sein Fahrrad einen Berg hochschiebt, um dann voller Angst wieder runter zu bremsen. Und genau das hab ich dann gemacht.

Statt auf die Malediven ging unsere Hochzeitsreise nach Kirgistan. Ein wunderschönes Land in Zentral-Asien, welches wir auf unseren Fahrrädern durchquert haben. Ich war naiv genug, mich darauf einzulassen. Mein Mann war mutig genug, mir das anzutun. Bis heute verbindet mich eine Hassliebe mit dieser Reise. Sie war wundervoll, sehr prägend und ich würde es nie wieder tun.

Egal, wie unmotiviert ich war – Er hat nie aufgegeben

Nach dieser Reise hat Andi uns ein Tandem gekauft (was teurer war als unser damaliges Auto), um unseren sportlichen Unterschied auszugleichen. Für mich ein Segen, denn so komme ich sogar über die Alpen und kann mir gemütlich die Landschaft anschauen, weil ich weder lenken noch bremsen muss. Er kann sich vorne verausgaben und ich kann meine Kraft dosieren.

Immer wieder hat er mich gefragt, ob ich eine Runde mit ihm drehe. Und egal, wie oft ich nein gesagt habe, er hat mich nie aufgegeben. Er war nie sauer, dass ich nicht von selbst auf die Idee komme, mal Tandem fahren zu wollen. Ganz ehrlich, mein Gehirn kommt in 100 Jahren nicht auf diese Idee. Meine Motivation ist hier extrem extrinsisch (von außen angeregt).

Intrinsische (innere) Motivation zum Sport habe ich nur beim Tanzen. Dafür brauche ich keine Anregung von außen, nur blöderweise einen Tanzpartner. Beim Laufen ist es so la la. Vor ein paar Wochen hat mich Andi von unterwegs aus angerufen, dass ich meinen Laptop zuklappen und unbedingt laufen gehen soll, weil das Wetter so traumhaft ist. Das war eine großartige Idee und ich war sehr dankbar für seinen Schubs.

Motivation durch den Partner – Quatsch oder Hilfe?

Mein Mann meckert nicht an mir rum, wenn ich mal ein/zwei Kilo zunehme. Er betont gern, wie sehr ich ihm gefalle, wenn ich Sport mache und auf meine Ernährung achte. Er ermuntert mich immer wieder mich zu bewegen, weil es mir gut tut, ich mich gut fühle und er davon profitiert. Und wir beide wollen ein positives Vorbild für unsere Kinder sein.

Momentan trainiert Andi für die Challenge in Roth, ein Langdistanz-Triathlon. Ich muss ihn nicht zum Training motivieren, er ist mega intrinsisch. Jedoch kann ich ihm den Rücken frei halten, Kinder-Fahrdienste übernehmen und ihm signalisieren, dass ich zu 100% hinter seinem Ziel stehe und ihn, so gut ich kann, unterstütze.

Wichtig bei der gegenseitigen Motivation ist die Freiwilligkeit. Wir können uns ermutigen und anspornen, jedoch nicht davon ausgehen, dass der Andere tatsächlich tut, was wir wollen oder erwarten. Im Coaching ist es keine Seltenheit, dass ein Partner den anderen zwangsbeglücken will. Und das geht nach hinten los.

Ist es wichtig, als Paar gemeinsam Sport zu treiben?

Auf unseren Transalps fallen mir Paare auf, wo der Mann locker mit seinem Mountainbike voraus fährt und die Frau mit hochrotem Kopf hinterher hechelt. Da frag ich mich, ob die viel Spaß haben. Selten sehe ich einen Mann, der seine Frau zum Zumba begleitet. Hmmm…

Gefühlt setzen mehr Männer ihr Hobby durch und die Frau macht mit. Wenn beide fein damit sind, prima. Doch wenn einer unterschwellig sauer ist, wirkt es toxisch auf die Partnerschaft. Dann lieber keinen gemeinsamen Sport machen.

Mir ist egal, was wir machen, daher kann ich mich entspannt auf die Leidenschaften von Andi einlassen. Unsere gemeinsamen Tandem-Touren, Wanderungen oder anderen Unternehmungen im Sport-Bereich sind nährend für die Beziehung. Das Beste daran ist (für mich), dass wir tiefe Gespräche führen, während wir zusammen unterwegs sind.

Nähe und Distanz

Nicht immer hab ich Lust, mich zum sporteln überreden zu lassen und mein Mann hat nicht viel Spaß mit mir Boogie tanzen zu gehen. Wir beiden haben einen großen Freiheitsdrang und brauchen viel Zeit für uns alleine. Die Balance zwischen Nähe und Distanz darf stimmen.

Mich langweilen die stundenlangen Gespräche über Ausrüstung, Ernährung, Bestzeiten und Trainingspläne. Andi nervt es, wenn ich mit Kollegen Fachgespräche über Coaching-Methoden führe. Und das ist völlig ok. Ich hab aufgegeben, aus meinem Mann einen begnadeten Boogie-Tänzer zu machen und er fragt nur scherzhaft, ob ich nicht kraulen lernen will, um beim nächsten Triathlon mit zu machen.

Was tun, wenn dein Partner dich bremst?

Hast du jemanden an deiner Seite, der deine Bemühungen belächelt oder noch schlimmer boykottiert, kostet dich dein Vorhaben mehr Energie, als mit Unterstützung. Nur ist das noch lange kein Grund, dich davon abhalten zu lassen.

Je klarer du dir selbst bist, was du willst und was nicht, desto weniger kann dich dein Partner/deine Partnerin ausbremsen. Mach einfach dein Ding. Beim Sport, beim Abnehmen oder sonstigen Kleinigkeiten ist das schwer genug, rüttelt aber noch nicht an den Grundmauern deiner Beziehung.

Doch wenn es darum geht, eine offene Beziehung zu führen, eine Fremdliebe zu leben oder alleine für längere Zeit zu verreisen, wird es schwierig, wenn der Andere nicht mitzieht. Deine eigene moralische Prägung und die der gesamten Gesellschaft gibt deinem Partner recht, nährt seine/ihre Ängste und entzieht dir die Berechtigung für dein Ziel.

Meine Ziele/Deine Ziele – Motivation auf hohem Niveau

Im Idealfall unterstützt ihr euch als Paar gegenseitig, die beste Version aus dem Anderen herauszuholen. Wichtig! Die beste Vision, die ER oder SIE von sich selbst hat. Nicht du! Selbst wenn dir das Ziel deines Partners nicht passt, kannst du ihn/sie dabei unterstützen, es zu erreichen. Damit STÄRKST du eure Bindung und die Beziehung.

Dafür braucht es eine klare Vision und eine offene und ehrliche Kommunikation. Was ist dir wichtig? Warum? Was genau reizt dich an einer offenen Beziehung? Wieso willst du einen Marathon laufen und Stunden dafür trainieren? Was sind deine und meine Ängste und was passiert, wenn das Ziel erreicht ist?

Über all das dürft ihr sprechen. Und euch dann unterstützen.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst
Melanie

PS. Stöber doch mal durch meine Videos – die Liebe Leben Tipps sind kurz und knackig und sehr hilfreich.

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