In diesen 4 sexuellen Felder bewegt ihr euch als Paar

Für das Thema Sexualität habe ich mir einen Profi eingeladen. Mit meiner geschätzten Kollegin Claudia Huber wurde das Interview für dich aufgezeichnet.

Als Sex Psychologin ist Claudia darauf spezialisiert, die Sexualität von Paaren wieder auf Trab zu bringen, Sex-Krisen zu überwinden und dadurch die Partnerschaft wieder zu verbessern.

Die 4 sexuellen Felder

Ein Modell zum besseren Verständnis der eigenen Sexualität

Wenn du mich schon länger kennst, weißt du, dass ich mich intensiv mit Affären, Scherbenhaufen und Beziehungskrisen beschäftige. Sexualität ist oft ein Teilbereich, der dazu führt, dass es Krisen, Affären und Querelen in Partnerschaften gibt. Wenn Menschen zu mir kommen, ist die Krise meistens Manifest. Bei Claudia könnt ihr euch sehr gute Tipps holen, damit es erst gar nicht so weit kommt. Die eigene Sexualität zu verstehen und einordnen zu können, hilft ungemein. Damit du das kannst, hat Claudia ein Teaching-Modell entwickelt.

Die Felder stellen wir dir heute vor!

Feld 1 – die biologische Sexualität

Unter biologischer Sexualität versteht man alles, was Hormone und den Körper betrifft. Zum Feld der biologischen Sexualität gehört auch das kulturelle Erbe. Darunter versteht man die Information, die wir von der Gesellschaft, von unseren Eltern und unseren Vorfahren vorgelebt bekommen. Diese Information ist praktisch angeboren, sie wurde dir „in die Wiege gelegt“. Du folgst deinem Instinkt und das bedarf keiner Aufklärung oder Erklärung.

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Feld 2 – die erotische Sexualität

Hier geht es um Erotik im Allgemeinen. Claudia trennt dieses Feld klar von der biologischen Sexualität, da sich erotische Sexualität zu sehr vielen Teilen in der Psyche abspielt. Der Satz „Erotik ist völlig neurotisch“ fasst das gut zusammen. Erotik kann im Alltag nicht funktionieren, denn Erotik sind wir selbst und verursachen wir auch selbst.

Feld 3 – die partnerschaftliche Sexualität

Die partnerschaftliche Sexualität wird auch spirituelle Sexualität genannt, weil hier andere Motive vorherrschen, wie z. B. Nähe, partnerschaftliches Erleben, out-of-body-experiences, ekstatische Momente, Verschmelzung und das Gefühl des Eins-Seins.

Feld 4  – die körperliche Sexualität

Das Feld der körperlichen Sexualität beinhaltet die körperliche Erfahrung und den Weg über den Körper in die Erregung. Das kann auch zu ekstatischen Erlebnissen führen. Darunter fällt auch das sich selbst erleben ohne Partner. Dazu gehört nicht nur dein Kopfkino, sondern das Erleben durch Atmung, Bewegung und Stimulation. Der Unterschied zur biologischen Sexualität (die uns angeboren ist) ist, dass die körperliche Sexualität in unserer Gesellschaft kaum jemand lernt und lehrt.

Eine Krise ist immer auch eine Chance!

Auf meiner Seite und meinen Social-Media-Kanälen findest du jede Menge kostenfreie Information, um deine Beziehung neu zu gestalten.
Wenn du direkt mit mir arbeiten willst, kannst du hier ein Coaching für dich oder für euch als Paar buchen.

Sexuelle Erfahrung im Laufe eines Lebens

Viele Menschen haben den Bezug zu sich verloren oder noch nie besessen. Denke mal zurück an deine ersten sexuellen Erfahrungen. Wusstest du mit dir was anzufangen? Wusstest du etwas mit dem Partner anzufangen?

Bei den meisten Menschen ist das so: im Laufe der gemachten Erfahrung kommt der Bezug zum eigenen und auch zum fremden Körper. Die Fragen bewegen fast jede*n: Was mag ich – was mag ich nicht; was mag mein Partner/meine Partnerin – was mag er/sie nicht. Das Gespür dafür entwickelt sich im Laufe des Lebens – bei den einen mehr, bei anderen weniger. Noch ist es nicht gewöhnlich, in Sachen Sexualität „Nachhilfe“ in Anspruch zu nehmen, aber eigentlich wäre es ganz oft angebracht.

Manchmal fordert dich das Leben raus, dich aktiv mit deiner Sexualität auseinanderzusetzen.
Zum Beispiel dann, wenn eine gut eingespielte und routinierte Langzeitbeziehung endet und der neue Partner/die neue Partnerin ganz andere Wünsche und Vorstellungen hat.

Oder wenn nach einer langen Beziehung die Routine überhandnimmt und die Sexualität einschläft, sich Bedürfnisse verändern etc.

Natürlich wären ein offenes Gespräch und ehrlicher Austausch eine sehr gute Idee, aber sind wir ehrlich – für die meisten Paare ist der Bereich Sexualität einfach verletzlich. Feedback im Bett? Wie ehrlich darf man da sein? Und wie viel davon ist okay?

Verunsicherung im Sexualleben ist in Beziehungen meistens auf beiden Seiten, Frauen neigen noch ein Tacken mehr dazu, sich zu verkriechen und sich selbst in Frage zu stellen. Begleitung in dem sensiblen Thema hilft. Wie auch in vertrackten Beziehungen sind Profis gerade in den „unbeschulten“ Feldern eine echte Wohltat.

Sexuelle Weiterbildung – wer braucht denn sowas?

Wenn du im Radio jeden Tag den gleichen Song hörst, dann nervt das irgendwann. Wenn ihr im Bett jedes Mal die gleiche Platte abspielt, dann kann auch das für Langeweile und dadurch für Beziehungsstress sorgen.

Neue körperliche Erfahrungen zu machen ist spannend, sich im ersten Schritt zumindest dafür zu interessieren, eröffnet neue Möglichkeiten. Es gibt unzählige Möglichkeiten, in denen du dich (gemeinsam mit deinem Partner/deiner Partnerin oder ganz für dich allein) ausprobieren kannst.

Du kannst damit beginnen, Bücher zu lesen oder dir eine Massage gönnen. Du kannst einen Ausflug ins tantrische Universum machen oder dir gleich einen Sexual Bodyworkerin, eine Sexualtherapeutin oder eben eine Sex-Psychologin zur Seite nehmen und individuell arbeiten.

Oft ist es so, dass einer der beiden Partner beginnt und sich in das Thema Sexualität/Körper und körperliche Liebe hineinbewegt und der andere Teil etwas Zeit und Überwindung braucht. Teste das für dich, nimm deinen Partner/deine Partnerin an die Hand, wenn es dir möglich ist oder nimm dir jemanden an die Seite, der dich begleiten kann.

Die 4 sexuellen Felder – so profitierst du von dem Wissen

Über die 4 verschiedenen Felder lernst du, dich selbst einzuordnen. Du findest heraus, wo du dich gerade bewegst und wo du hinmöchtest, was du – auch sexuell – erleben willst. Sie dienen dir auch, um herauszufinden, welche Möglichkeiten dir bieten. Ganz für dich allein und auch in der Paarbeziehung. Sexualität kann so vielfältig gelebt werden. In unserer Gesellschaft hat sie einen sehr hohen Stellenwert (möglichst viel, möglichst besonders, möglichst Porno) während der wirkliche Wert (Selbsterfahrung, Nähe und Transzendenz) gerne unter den Teppich gekehrt wird.

Deshalb lohnt es sich, das eigene sexuelle Verhalten zu hinterfragen und sich einzugestehen, dass es wesentlich mehr gibt als „nur“ das biologische Feld. Wenn es sexuell für dich nicht so läuft, wie gewünscht, ist es nicht fair, dem Partner oder der Partnerin den schwarzen Peter zuzuschieben, sondern aktiv auch an dir selbst zu arbeiten. Wie oben erwähnt, „Nachhilfe“ ist keine Schande, gerade im Feld der körperlichen Sexualität spielt sich vieles über Referenzerfahrung, Ausprobieren und ganz schlichtes „lernen“ ab. Ein Schulfach gibt es dafür nicht – aber Erwachsenenbildung. Und das gehört zu deinen Aufgaben, diese in deinem Leben zu etablieren. Sei es im Emotionsmanagement, in deiner Sexualität, im Beziehungsverhalten.

Der Ball liegt bei dir. Die Crew ist da 😉 !

Alles Liebe,
deine Melanie

Wenn du Fragen hast… 

Dort gibt jeden Monat ein LIVE Webinar und eine Q&A Session!
Fragen über die Website oder über PN auf meinen Social-Media-Kanälen werde ich nicht beantworten. Für mich ist das eine Sache der Verantwortung.

Wenn es bei dir heftig kriselt, wenndu emotional „durch“ bist, dann helfen dir Tipps im Chat einfach nicht. Dann gehörst du in professionelle Hände und dann bitte ich dich: such‘ dir Hilfe!
Ich kann nur mit dir arbeiten, wenn du mich als deine Paarberaterin oder deinen Coach beauftragst. Lies gerne in meinem Blog, abonniere meinen Podcast oder nutze die Community zum Austausch in der Gruppe aber vor allem: nimm ein Coaching in Anspruch – ob bei mir oder meinen Kollegen.
Das solltest du dir wert sein!