Kommunikation„Oh, es ist schon acht Uhr, jetzt aber schnell unter die Dusche!“

Es sind Ferien und ich war gestern Abend unterwegs. Wir haben uns bei unserem morgendlichen Kaffee im Bett etwas verquatscht.

Zu Schulzeiten nutzen wir ein paar Minuten, sobald die Kinder aus dem Haus sind, um beim zweiten Kaffee neben dem Orga-Talk über unsere aktuellen Ziele und Pläne zu sprechen.

Am allermeisten reden wir über die wichtigen Themen unserer Beziehung, wenn wir draußen unterwegs sind. Beim Tandemfahren* oder in den Bergen beim Wandern.

Ohne Kinder.

Wir haben mehrere Rituale etabliert, so dass wir grundsätzlich immer „up to date“ sind, wie es dem anderen gerade geht und was im Moment wichtig ist.

Das klassische: „Schatz, wir müssen reden!“, gehört nicht dazu.

Viele Frauen beklagen sich bei mir, dass es mit der Kommunikation bei ihren Männern nicht sehr weit her ist.

Eine Leserin schreibt mir folgendes:

Ich lebe mit der Spezies Mann, die nicht über Gefühle reden können (wollen).  Ständig darf ich ein Rate- oder Frage-Antwort-Spiel spielen, um herauszufinden, warum es bei uns z.B. nicht so gut läuft. Von selber macht er den Mund nicht auf, sondern wartet ab, was passiert.

Ich frage mich derzeit, wie weit ich gehen darf. Fragen, bis ich ihm so auf die Nerven falle, dass er noch mehr zu macht? Oder lieber locker lassen?“

Hier überlege ich zunächst, was die Motivation dahinter ist, mit dem Mann ein Gespräch zu führen.

Ich höre sehr viel Angst heraus:

  • Ist er sauer oder unzufrieden?
  • Passt ihm etwas nicht?
  • Liebt er mich noch?
  • Gibt es eine andere Frau?
  • Hat unsere Beziehung Bestand?

Mein nächster Gedanke ist: falls der Kerl tatsächlich mal mit der Sprache rausrücken sollte, was dann?

  • Würde sich die Frau dann anders verhalten?
  • Würde sie versuchen, es ihm Recht zu machen?
  • Würde sie sich verbiegen, um ihn zu halten?

Ich halte sehr viel von einer guten Kommunikation in Beziehungen. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass sich ernste Herausforderungen nur dann meistern lassen, wenn die Partner miteinander reden.

Eine Krise ist immer auch eine Chance!

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Ehrlich und manchmal sogar schonungslos.

Dafür braucht eine Partnerschaft eine solide Basis und ein großes Grundvertrauen.

Ein anderes Mal ist es möglicherweise besser, einfach mal die Klappe zu halten. Wir müssen nicht jedes Detail, jeden komischen Blick oder jedes blöde Verhalten ausdiskutieren und totquatschen. Ab und zu lohnt es sich mehr, etwas einfach zu ignorieren und zu vergessen.

Nur woher weißt du nun, was besser ist?

Themen, die sich immer wieder zeigen und unter der Oberfläche brodeln, lohnen sich, angesprochen zu werden. Wenn dich etwas ärgert, verletzt oder nicht mit deinen Vorstellungen einer glücklichen Beziehung harmoniert, dann frag nach oder erkläre deinem Partner, wie du dich fühlst.

  • Wie hast du das gemeint?
  • Ich fühle mich gerade unwohl, hilflos, traurig…
  • Ich wünsche mir xyz. Wie können wir das hinkriegen?

Mit Vorwürfen oder Genörgel wirst du nicht weit kommen. Sobald du deinem Partner die Schuld dafür gibst, wie du dich fühlst und an ihm rummeckerst, blockiert er nur noch mehr und geht in eine Abwehr- oder Verteidigungshaltung. Das bringt nix.

Bevor du ein wichtiges Thema ansprichst, überlege dir genau:

Was ist dein Ziel? Was wünschst du dir? Wie hättest du es gerne?

Angenommen, dein Partner kommt nach Hause und hat schlechte Laune. Dann hast du mehrere Möglichkeiten:

  • Du nimmst es persönlich, konterst ebenfalls mit schlechter Laune und bist bockig, beleidigt und frustriert.
  • Du sagst: „Schatz, wir müssen reden!“, schaust sehr kritisch dabei, und kannst davon ausgehen, dass er schnellstmöglich die Flucht ergreift.
  • Du lässt ihn in Ruhe, kümmerst dich weiterhin um dein eigenes Zeug und gibst ihm die Zeit, die er braucht, um runter zu kommen.
  • Du verabredest dich mit Freunden, lässt ihn seine Laune mit sich selbst ausmachen und thematisierst es nicht großartig.
  • Du fragst offen und ohne Vorwurf, was los ist, ob er reden will, und ob du ihm etwas Gutes tun kannst.

Wenn das ab und zu vorkommt, mach kein Drama draus. Ist es eine schwierige Phase (aus welchen Gründen auch immer), warte ab, ob es sich in absehbarer Zeit wieder bessert.

Hat er jedoch ständig und dauerhaft schlechte Laune, darfst du dir durchaus Klärung und eine Lösung wünschen. Denn permanent mit einem Miesepeter zusammen zu sein, macht weder Sinn, noch Spaß. Es zerschießt dir deine eigene Laune und das würde ich persönlich nicht zulassen.

Dafür brauchst du Mut.

Denn es könnte sein, dass er keine Lust mehr auf dich hat und sich bereits mit dem Gedanken einer Trennung spielt. Möglicherweise gibt es etwas, was deinen Partner an dir stört und das darfst du aushalten. Oder es hat mit dir überhaupt nichts zu tun, und klärt sich leicht und locker. Wer weiß? 

Nach unserem Umzug im September 2014 haben wir uns ein paar Monate viel zu wenig Zeit für unsere Gespräche genommen. Im November waren wir endlich mal wieder in den Bergen unterwegs und Andi hat mir vorgeworfen, dass ich mich mit all meinen Projekten verzettele und er keine Struktur und Zielführung in meinem Tun erkennen kann.

Phu! Das war erst mal nicht so leicht zu verdauen.

Stück für Stück habe ich ihm erklärt, warum ich was mache, was meine kurz- und langfristigen Ziele dabei sind, und welche Pläne ich für unsere Familie habe. Ich dagegen hatte in den letzten Monaten das Gefühl, dass er mich zu wenig unterstützt und ich mit allem alleine fertig werden muss.

Diese Unterhaltung war extrem wichtig und es hat sich eine Menge dadurch verändert. Anstatt dass jeder alleine vor sich hinwurschtelt, haben wir wieder angefangen, an einem Strang zu ziehen.  

Ein offener, ehrlicher und regelmäßiger Austausch ist meiner Ansicht nach eine Grundvoraussetzung für glückliche Beziehungen. Bist du denn selbst offen und ehrlich?

Ich erlebe es oft, dass die Frauen zwar mehr quatschen, sich aber keinesfalls trauen, ihre wahren Gefühle zu äußern. Warum sollte es dann der Partner tun?

Auf Dauer wird es ohne Kommunikation nicht laufen.

Niemand verändert sich, weil du das willst. Entweder, es ist ihm auch wichtig (und dann wird er mit dir reden), oder eben nicht. Wenn dein Partner trotz all deiner (entspannten, offenen, lustigen und positiven) Versuche nicht mit dir spricht, darfst du dir überlegen, ob das die Beziehung deiner Träume ist.

Und wenn nötig, Konsequenzen ziehen.

Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

Herzlichst

Melanie

Wenn du Fragen hast… 

Dort gibt jeden Monat ein LIVE Webinar und eine Q&A Session!
Fragen über die Website oder über PN auf meinen Social-Media-Kanälen werde ich nicht beantworten. Für mich ist das eine Sache der Verantwortung.

Wenn es bei dir heftig kriselt, wenndu emotional „durch“ bist, dann helfen dir Tipps im Chat einfach nicht. Dann gehörst du in professionelle Hände und dann bitte ich dich: such‘ dir Hilfe!
Ich kann nur mit dir arbeiten, wenn du mich als deine Paarberaterin oder deinen Coach beauftragst. Lies gerne in meinem Blog, abonniere meinen Podcast oder nutze die Community zum Austausch in der Gruppe aber vor allem: nimm ein Coaching in Anspruch – ob bei mir oder meinen Kollegen.
Das solltest du dir wert sein!

 

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